Ökumenische Gebetswoche: Ein leidenschaftliches Glaubenszeugnis

Von: ptj
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Ein kleiner Kreis erlebt intensiven Austausch: Angesichts der Internationalität Jülichs fand der Abschlussabend der ökumenischen Gebetswoche in englischer Sprache statt. Foto: Jagodzinska

Jülich. Weil Jülich eine „internationale Stadt ist“, wurde der offizielle Abschlussabend der ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen unter dem Thema „Reconciled to God“ (Mit Gott versöhnt) in der Schlosskapelle komplett in englischer Sprache gehalten.

Als Gastgeber führte Museumsdirektor Marcell Perse mit historischen Aspekten zum Veranstaltungsort in den Abend ein und abschließend in kompakter Form durch die Ausstellung – ebenfalls in Englisch. Den „International Prayer Evening“ hatte die Freie Evangelische Gemeinde in Jülich (FeG) vorbereitet.

Scheinbar einziger nicht deutscher Teilnehmer war Solomon Agbo aus Nigeria. Er war gleichzeitig derjenige, dessen Bibelauslegungen, Gebete und Gesänge am meisten beeindruckten, weil sie mit einem leidenschaftlichen Glaubenszeugnis verbunden waren. Die von ihm vorgetragene Bibelstelle „Jesus Call“ stammt aus dem Markus-Evangelium, in dem Jesus seine Jünger einsetzt, zunächst einmal nur „bei ihm zu sein“.

Dann sendet er sie aus, um die gute Nachricht zu verkünden. „Jesus became the perfect sacrifice for sin, brought us forgiveness and back to God“ (Jesus wurde das perfekte Sühneopfer, brachte uns Vergebung und zurück zu Gott), stellte Agbo heraus. „Wir tragen Gottes Geist in uns. Wir bleiben bei ihm im Gebet und in der Freundschaft und müssen hinausgehen und den Leuten sagen, dass Jesus rettet“, motivierte er seine Mitbeter.

Die aktuellen Probleme in der Welt führt der Nigerianer darauf zurück, dass „people do not know God“ (dass die Menschen Gott nicht kennen). Agbo stimmte gleich drei Lieder an und begleitete sie mit dem rhythmischen Trommeln seiner Finger: „In Christ alone“, Above all“ und „Worthy is the lamb“.

Die zweite Bibelstation „Jesus prayer and empowerment“ nach dem Apostel Johannes las und betete Pastor Simon Diercks. Es ging um Jesu Fürbitte für alle Glaubenden, in der er sagt: „Alle sollen eines sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ Bei allen Unterschieden der Konfessionen in der Auslegung ihrer Sakramente ginge es nur darum, „to be together around Jesus and to make the unbelievable believable“ (um Jesus vereint zu sein, und das Unglaubliche glaubhaft zu machen).

Dr. Peter Hill, Mitinitiator der Bibelwoche, beteiligte sich mit der englischsprachigen Version des Gebetes katholischen Ursprungs: „Seele Christi, heilige mich“, dem „Vater unser“ und dem Abschlusssegen. Die dritte Bibelstation „Jesus Great Commandments“ (Jesu große Gebote), verbunden mit seinem Auftrag an die Jünger nach Matthäus 28 hielt Marlene Küpper.

Sie stellte drei Verse heraus: „All power is giving to me“ (Ich habe alle Macht erhalten), „You will be messengers“ (Ihr werdet Boten sein) und „I am always with you“ (Ich werde immer bei euch sein), verbunden mit rhetorischen Fragen. Ihre letzte lautete: „Can we today fulfill Jesus great commandments? (Können wir heute Jesu große Gebote erfüllen) „Yes, we can. But only together with him“ (Ja, können wir, aber nur zusammen mit ihm), lautete ihr Resümee.

Nach der Kompaktführung durch die Ausstellung blieben die versammelten Christen gerne noch zu einem Glaubensaustausch zusammen. Auf Anfrage betonte Dr. Hill sein Fazit: „Ich bin persönlich zufrieden mit der Gebetswoche“.

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