Jülich - Odysseum Köln zieht in den Jülicher Brückenkopf-Park ein

Odysseum Köln zieht in den Jülicher Brückenkopf-Park ein

Von: Volker Uerlings
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Der Erlebnis-Pavillon neben dem Jufa-Gästehaus in Jülich widmet sich dem Thema Energie. Die Experten aus Köln nehmen auch ihn unter die Lupe, sein Mobiliar soll mittelfristig überarbeitet werden. Foto: Uerlings
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Eine breite Allianz aus der Stadt Jülich und dem Umfeld unterstützt den Plan, im Brückenkopf-Park mit Hilfe des Kölner Odysseums einen Forschungs-Pfad mit spannenden Spielobjekten zu realisieren. Foto: Horrig

Jülich. Wenn es stimmt, dass eine Veranstaltungsstätte unter freiem Himmel wesentlich von der Witterung abhängig ist, dann gab es in den vergangenen sieben Monaten in Jülich vorwiegend prima Klima. Denn die große Freizeiteinrichtung Brückenkopf-Park steht besuchertechnisch weiter unter Hochdruckeinfluss. Fast 4500 Gäste mehr als im guten Vorjahr wurden zwischen Lindenrondell und Südbastion verzeichnet.

 In Zahlen: 116.400 (Vorjahr 111.900). Das ist für eine mit hohen städtischen Subventionen (600.000 Euro pro Jahr) finanzierte Institution nicht unwichtig. Das Tempo auf dem Weg zu noch besseren Zahlen könnte durch eine spannende und attraktive Allianz deutlich erhöht werden. Das Abenteuermuseum Odysseum Köln zieht 2019 in den Jülicher Park ein.

An 150 Erlebnisstationen tummeln sich in der Domstadt jährlich zig tausende Besucher, vor allem Schulklassen. Und in Jülich kommt das Odysseum ab 2019 quasi an die frische Luft. Auch in Köln gibt es einen Außenbereich, aber die Möglichkeiten eines rund 30 Hektar großen ehemaligen Landesgartenschaugeländes sind da schon eine andere Hausnummer.

Unter dem Titel „Abenteuer Wissen“ wird das Projekt geführt, zu dem es in dieser Woche eine „Kickoff-Veranstaltung“ gegeben hat. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Mit dem Knowhow und der technischen Hilfe der Odysseum-Werkstätten soll rund um den Brückenkopf eine Forschungslehrpfad entstehen. „Von einem faszinierenden Objekt zum nächsten“, schwärmte Dorothee Esser-Link, Geschäftsführerin der Jülicher Freizeiteinrichtung.

Es ist eines ihrer Herzensanliegen, das sie kurz vor dem Ende ihrer Zeit im Park noch anstößt. Sie wechselt in die Dienste der Stadt Hameln und hat noch einige wenige Arbeitstage an der Rur. Außerdem würde dann Realität, was seit Jahrzehnten in Jülich vergeblich versucht wird: Forschung und Wissenschaft als prägende Merkmale endlich sichtbar zu machen. Da werden Auswärtige bislang höchstens am Solarturm fündig.

Von daher wird die Koproduktion zwischen Park und Odysseum auch von einer breiten Allianz in Jülich und der Region unterstützt, zu der selbstredend das Forschungszentrum, die Fachhochschule, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Technologiezentrum, aber auch das Medienhaus Aachen.

Die Zielsetzung ist eindeutig. Laut Dorothee Esser-Link besuchen pro Jahr etwa 6000 Kinder in Schulklassen den Brückenkopf-Park. Diese Zahl soll deutlich gesteigert werden. Der Forschungs-Pfad werde sicher so attraktiv, dass er die Kern-Klientel in Jülich – Familien – besondern anspricht und das Einzugsgebiet der Freizeiteinrichtung über Köln und Düsseldorf hinaus sowie in die Niederlande und nach Belgien vergrößere.

Die Anforderungen an „Objekte“ oder Erlebnisstationen sind im Außenbereich natürlich besondere, weil sie der Witterung ausgesetzt sind und im Falle Jülich wenigstens theoretisch von 220.000 Menschen pro Jahr genutzt werden könnten. Kurzum: Das wird teurer, auch in der Wartung. Auf dem Weg zum Forschungs-Pfad sind Förderungen und Drittmittel „in großem Umfang“ unerlässlich, wie die Geschäftsführung erklärte. Einen „namhaften Interessenten“, also Sponsor, habe man bereits gewinnen können, sagte Dorothee Esser-Link.

Bis zum Frühjahr 2018 soll ein Konzept vorliegen, das dann von den eigenen Odysseum-Werkstätten umgesetzt würde. Eine Eröffnung 2019 wird ins Auge gefasst.

Wenn man die Experten für spannende Spiel- und Ausstellungsobjekt schon einmal in Jülich hat, soll mittelfristig auch der Energie-Erlebnis-Pavillon neben dem Jufa-Gästehaus neu eingerichtet beziehungsweise überarbeitet werden. Bürgermeister Axel Fuchs hat die Idee, im Zuge der Veränderungen auch über eine „Lokalität“ im Park nachzudenken, in der Veranstaltungen und Ausstellungen „indoor“ stattfinden könnten. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

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