NRW-Radtour: Alkoholfreies Freibier für Radler

Von: ptj
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„Mehr Drahtesel als früher Pferde“ standen auf dem Alter Markt in Linnich. Foto: Jagodzinska

Linnich. „Wann geht es weiter?“ Diese Frage wurde häufig gestellt während der 222 Kilometer langen NRW-Radtour, die rund 1200 Teilnehmer in insgesamt vier Tages-Etappen zurücklegten. Ausrichter der beliebten Veranstaltung waren Westlotto, die NRW-Stiftung und WDR 4. Die erste Pause der mit etwa 73 Kilometer längsten Etappenstrecke von Aachen nach Mönchengladbach legten die Radler in Linnich ein.

Dabei waren weit „mehr Drahtesel auf dem Alter Markt als früher Pferde da waren“, wie Bürgermeister Wolfgang Witkopp augenzwinkernd bemerkte. Hier wurde alkoholfreies Freibier ausgeschenkt, ein Toilettenwagen wartete im Hof neben dem Heimatmuseum.

Im Gemeindegarten der Evangelischen Kirchengemeinde waren Tische und Sitzbänke aufgestellt, wo die Radsportler ein vom Deutschen Roten Kreuz Nordrhein ausgegebenes warmes Essen und/oder einen Salat zu sich nehmen konnten. Für tolle musikalische Untermalung sorgten „Bernhard (Gerhards) und Verena“ mit Gitarre und Gesang. Es herrschte „eine schöne Atmosphäre“, und genau die sei neben dem eigentlichen Sport der „Reiz der Tour“, wie Moderator Stefan Verhasselt es ausdrückte.

Von WestLotto finanziert

Für die sportlichen Gäste hatte die Stadt Linnich beide Kirchen geöffnet. Zudem verwies Witkopp auf die älteste Glasmalereiwerkstatt Deutschlands, die Firma Heinrich Oidtmann, und das „beste und schönste“ Deutsche Glasmalerei-Museum. Das Museum gehört zu den im Wesentlichen aus Lotteriemitteln von WestLotto finanzierten Förderprojekten der NRW-Stiftung – neben dem restaurierte Marienschrein im Aachener Dom, dem Naturschutzgebiet Brachter Wald in Brüggen, dem Heinrich-Heine-Haus in Düsseldorf und dem Neanderthal-Museum in Mettmann.

„Das große Problem wird sein, die Leute aus Linnich wieder wegzukriegen“, scherzte der Bürgermeister weiter.

„Optimales Wetter und keine Zwischenfälle“ vermeldeten Jörg Adolph und Claudia Friesdorf. Sie zählen zu den 24 Scouts des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Sie betreuen die rund 1200 Teilnehmer in zwei Gruppen. „Die Schwächeren starten in Gruppe eins ganz vorne. Der Besenwagen am Schluss ist der, der alle aufsammelt“, erklärten sie die Möglichkeiten der sechs- bis 80-jährigen Teilnehmer, auf ihrem ganz normalen Rad vom Mountainbike bis zum Pedelec ihr eigenes Tempo zu finden.

Die erste Etappe der Tour führte am Donnerstag vom Dürener Hoeschplatz zum Aachener Katschhof mit Pause am Eschweiler Markt. Von Linnich aus radelten die Teilnehmer der Tour zum Kirchplatz in Wegberg-Beeck, um abends ihr Tagesziel am Alter Markt in Mönchengladbach zu erreichen. Etappe drei ging dort am Samstag an den Start, pausierte auf dem Rathausplatz in Tönisvorst und am Sportforum in Kaarst. Tagesziel war der Apolloplatz in Düsseldorf.

Dort starteten die Teilnehmer in die letzte Tagesetappe am Sonntag. Rastplatz war das Neanderthalmuseum in Mettmann, Ziel der Ohligser Markt in Solingen.

Neben dem Besuch zahlreicher Sehenswürdigkeiten und einem attraktiven musikalischen Unterhaltungsprogramm winkten vier abendliche „After-Tour-Parties“ bei freiem Eintritt.

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