„Notsi(n)gnal“ hinterlässt einen bleibenden Eindruck

Von: bro
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„Notsi(n)gnal“ beeindruckte unter anderem mit einem besinnlichem „Viva la vida“-Arrangement. Foto: Laura Broderius

Jülich. „To live without my music would be impossible to do“ sang die A capella-Gruppe „Notsi(n)gnal” unter der Leitung von Judith Konopka – und meinte es auch so. Der Chor bewies im Rahmen eines Konzerts in der Schlosskapelle der Zitadelle wie vielseitig seine musikalische Leidenschaft ausgeprägt ist.

Nicht nur mit dem bekannten Titel „Music“ von John Miles, sondern auch mit interessanten und anspruchsvollen Arrangements verschiedener Liedern aus unterschiedlichen Genres, zeigte „Notsi(n)gnal” sein Können, komplettiert vom Chor „Auftakt“ aus Erkelenz.

Sich in seiner Stimmlage „auszuruhen“, kommt bei Notsi(n)gnal nicht infrage. Mit nur acht Sängern waren Alt und Tenor jeweils mit nur einer Stimme besetzt. Eine Herausforderung, die hervorragend gemeistert wurde. Harmonisch fügten sich die Einzelstimmen zu einem Gesamtklang, der mehr als überzeugend war – bestätigt durch die begeisterte Resonanz aus dem Publikum.

Ein Gesamtklang, hinter dem viel Arbeit steckt. „Da haben wir uns einen Affen dran abgelernt“, kommentierte Bass-Sänger Helmut Lorch in der Moderation und bezog sich dabei auf „Shchedryk“, ein ukrainischen Stück, an dessen Aussprache bis zum Schluss hartnäckig gefeilt wurde.

Selbst ein so allgemein bekanntes Lied wie „Guten Abend, gute Nacht“ wandelten die Sänger mit einem jazzigen Arrangement in ein komplett anderes Stück um. Mit dem Titel „Tatschofonie“ parodierte „Notsi(n)gnal“ die allgemeine Smartphoneabhängigkeit und sorgte für einige Lacher.

Neben Ironie und Witz beherrscht der Chor aber auch Melancholie und Emotionalität. Vor allem „Viva la vida“ von Coldplay erzeugte eine solche Stimmung. Mit einem Arrangement, das das Stück in seiner melodischen Tragweite langsam und gefühlvoll zur Geltung bringt, wurde der Kern des Songs herauskristallisiert.

Der Chor „Auftakt“ übernahm den Mittelteil des Konzerts und überzeugte mit Versionen von „Aber bitte mit Sahne“ oder einem umgedichteten Musical-Song von John Kander „Mein Mann darf nicht wissen“, in dem der überwiegend weibliche Chor mit einem Augenzwinkern die Geheimnisse vor dem Ehemann besingt. Aber auch mit „Sing sing sing“, „Gute Nacht Freunde“ oder „Wonderful World“ wurde die Stückeauswahl vielseitig gehalten.

„Ich hoffe, dass Sie sich mit der Musik einfach mal aus dem Alltag lösen konnten“, moderierte Sopranistin Anette Fischer zum Abschluss.

Das letzte Lied „Guter Mond“, sangen dann beide Chöre und das Publikum gemeinsam – die Botschaft im Sinne von John Miles war angekommen.

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