Jülich/Düsseldorf - Notfallpraxis Jülich: Diskussion geht weiter

Notfallpraxis Jülich: Diskussion geht weiter

Von: vpu/jan
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Streitfall: Die Jülicher Notfallpraxis soll geschlossen werden; gegen den Widerstand vor Ort. Foto: Jansen

Jülich/Düsseldorf. „Endlich beginnt ihr mal den Dialog.“ So fasste die Jülicher Dezernentin Katarina Esser auf Redaktionsanfrage den Tenor vieler Teilnehmer an einer Informationsveranstaltung zum Thema Schließung der Notfallpraxen zusammen.

Der Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel und Esser waren der Einladung der Ärztekammer Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gefolgt, eingeladen waren überwiegend die Vertreter betroffener Kommunen. Bekanntlich plant die KV, die Zahl der Notfallpraxen in ihrem Bereich von 61 auf 41 zu reduzieren. Von der Schließung betroffen ist vermutlich auch die Praxis am Jülicher Krankenhaus. Seit dem Bekanntwerden im Februar sprechen sich Verwaltungen, Politiker und die Ärzteschaft in Jülich gegen die Pläne aus.

Die Ärzte waren zur Info-Veranstaltung in Düsseldorf offenbar nicht eingeladen. Beatrix Tück vom Gesundheitsverbund Jülicher Land, der die Ärzte für die Jülicher Notfallpraxis stellt, erklärte, keine Kenntnisse von der Veranstaltung gehabt zu haben. „Dabei haben wir in der vergangenen Woche ein Schreiben an die KV geschickt und mehr Transparenz gefordert.“ Mit Blick auf die jetzt von der KV freigeschaltete Internetseite www.notdienstreform-nordrhein.de merkte Tück an, dass nicht erkennbar sei, dass sich an den Schließungsplänen etwas ändern soll.

Der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen berichtete aus Düsseldorf, dass es noch keine Entscheidung gebe und Ärztekammer und KV teilweise unterschiedliche Auffassungen hätten. Seinen Standpunkt machte er klar: „Wenn Erkelenz und Jülich geschlossen werden, dann ist das aus unserer Sicht untragbar.“

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