Jülicher Land - Nordkreis-Gesamtschule: Junge Union Jülich „wie ein Angstbeißer”

Nordkreis-Gesamtschule: Junge Union Jülich „wie ein Angstbeißer”

Von: gep
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Jülicher Land. Die Aldenhovener SPD und die Linnicher Grünen weisen die Kritik der Jülicher Jungen Union (JU) an ihren Gesamtschul-Plänen entschieden zurück. Der CDU-Nachwuchs verhalte sich „wie ein Angstbeißer”, kritisiert Christoph Barzen, Vorsitzender der Linnicher Grünen, in aller Schärfe.

Der Aldenhovener SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven spricht von einer „Frechheit sondergleichen”, wenn der JU-Vorsitzende Maurice Nuys erkläre: „Die Pläne, eine Gesamtschule im Nordkreis zu errichten, sind eine Unverschämtheit, weil dadurch zwangsläufig mindestens ein Jülicher Gymnasium massiv gefährdet wird.” Es gehe, so der Sozialdemokrat darum, ein weiterführendes Schulangebot nach der Grundschule zu gewährleisten. Dazu sei der Gemeinderat verpflichtet. „Wir sind für Aldenhoven gewählt.” Durch eine Gesamtschule - für eine Sekundarschule in Aldenhoven sind die Schülerzahlen zu gering - „wird keine andere Schule gefährdet”.

Barzen verweist auf den Schulentwicklungsplan des Kreises Düren. Dieser besage, dass es im Nordkreis weniger Abiturienten als im Süden des Kreises gebe und die Nachfrage nach der Schulform Gesamtschule im gesamten Kreisgebiet das Angebot bei weitem übertreffe. Und das Beratungsbüro Komplan komme, so Barzen, zu dem Schluss, „dass von der Errichtung der Gesamtschule Linnich/Aldenhoven keine Existenzbedrohung für eine bestehende Schule in den Nachbarkommunen ausgeht”.

In Linnich fordern SPD, PKL und Grüne die „Einrichtung einer gemeinsamen Gesamtschule mit der Gemeinde Aldenhoven zum Schuljahr 2013/14”. Der Aldenhovener Rat hat einstimmig den Beschluss gefasst, mit Linnich eine Gesamtschul-Gründung zu „beabsichtigen”. Mit einer gemeinsamen Gesamtschule, so Barzen, könnten Aldenhoven und Linnich dem Willen der Eltern, die für ihre Kinder diese Schulform bevorzugen, gerecht werden. „Schließlich ist der Elternwille entscheidend.” Dagegen hatte Nuys argumentiert, es sei nicht nachvollziehbar, „wieso man bei rückläufigen Schülerzahlen eine weitere Schule mit eigener Oberstufe aufbauen will. Das ist rechnerisch Unsinn.”

Verständnis für die Vorbehalte der JU, die von einer „höchst unsolidarischen” Vorgehensweise spricht, äußert der Aldenhovener CDU-Vorsitzende Reinhard Paffen. Es sei naheliegend, dass die Jülicher eine neue Konkurrenz für die drei Gymnasium „nicht so gerne sehen”. Es sei zwar richtig, dass seine Fraktion Gesprächen mit Linnich zugestimmt habe, aber die CDU sei „zunächst” gegen eine Gesamtschule.

Zuvor müsse das Votum der Elternschaft ermittelt werden und das Einvernehmen mit den Nachbarkommunen erzielt werden. Paffen: „Wir können nicht aus eigenem Potenzial schöpfen”, schließlich besuchten erklecklich viele Aldenhovener Schüler die Gymnasien in Jülich.
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