Nordhalle kalt, wenns der Computer will

Von: hfs.
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Auch wenn sich die Zuschauer a
Auch wenn sich die Zuschauer am Doppel von Ricardo Walther und Thomas Brosig (l.) erfreuten: Erwärmen konnten sich nur die Zuschauer am Sport, wenn sie mit Jacken oder warmen Westen die Sporthalle an der Berlinerstraße aufgesucht hatten. Foto: hfs.

Jülich. Wenn heute Nachmittag die Tischtennisjugend aus vielen Vereinen des Kreises Düren in der Sporthalle an der Berliner Straße auf Talentsuche geht, dann dürfen die Kids und Zuschauer auf eine angenehme Hallentemperatur hoffen. Denn diese Veranstaltung ist, wenn alles klappt, im Computer der Heizungsanlage der Grundschule Nord eingegeben worden. Im Gegensatz zum Zweitligaspiel des TTC Indeland am Sonntag, als sich Spieler und Fans bei gefühlten zehn Grad vergnügten.

„Es ist immer das Gleiche. Wenn wir hier sonntags spielen, ist die Halle kalt. Die Einnahmen, die uns verloren gehen, die ersetzt uns keiner, denn einige Zuschauer bleiben weg, weil sie einfach wissen, dass es zu dieser Jahreszeit immer in der Nordhalle kalt ist.” Reinhold Küven, Vorsitzender des TTC Indeland, ist empört. „Ich kenne dieses Problem seit 15 Jahren, es hat sich nichts verändert.”

Dabei, so ergänzt er, hatte man Hoffnungen, dass sich die Temperaturen mit Installation der neuen Heizung ändern würden. Die wurde in den Sommermonaten eingebaut. „Wir wussten, dass wir sechs Wochen kein warmes Wasser hatten. Das ist ja in Ordnung, aber jetzt verlangen wir einfach, dass bei unseren Spielen die Heizungsanlage funktioniert.” Das tut sie auch, wie Hausmeister Peter Kosprd bestätigt. „Während des Regelbetriebs in den Schulgebäuden funktioniert alles einwandfrei. Aus Energiespargründen fährt die Heizungsanalage aber freitags um 16 Uhr runter.”

Termin war nicht programmiert

So gerieten auch die Celluloid-Künstler des TTC Indeland und von Union Velbert am vergangenen Sonntag nicht ins Schwitzen, obwohl die Teams sich packende Spiele lieferten. Was der Computer, der die Anlage steuert, aber nicht „wusste”. „Der Termin war nicht programmiert. Das ist bei der Firma Siemens anscheinend vergessen worden”, mutmaßt Kosprd. „Hinsichtlich der Steuerung werden zu Beginn eines jeden Jahres die zusätzlichen Hallentermine über das Schulamt der Stadt Jülich an die Firma Siemens weitergegeben”, nennt Peter Kosprd die Vorgehensweise.

Die ist überdacht worden, denn es ist vorgesehen, dass künftig ein Mitarbeiter des Hochbauamtes mit der Programmierung zusätzlicher Termine betraut wird. Der Mitarbeiter liegt indes zurzeit im Krankenhaus und kann nicht tätig werden. „Aber es darf doch wohl nicht sein, dass der ganze Betrieb ruht, wenn dieser Mann ausfällt”, schimpft Küven. Ob zusätzlich der Hausmeister - wie in früheren Zeiten - ebenfalls eine zusätzliche Programmierung der Heizungssteuerung übernehmen kann, wird ebenfalls noch diskutiert.

Gott sei Dank diskutierten am TTC-Spieltag nur die Zuschauer. Zwar auch über die Leistung der Spieler - die setzen sich wie berichtet mit 9:3 durch - aber vornehmlich über die Hallentemperatur. Mit heißem Kaffee in der Hand. Den nahm auch das Schiedsrichtergespann gerne an. Und vergaß darüber vielleicht, die Hallentemperatur zu ermitteln. Denn die Wettkampfordnung des Deutschen Tischtennisverbandes besagt eindeutig, dass am Spielort eine Mindesttemperatur von 16 Grad herrschen muss.

Punktgewinn war gefährdet

„Ansonsten bekommt man die Punkt aberkannt”, weiß Reinhold Küven. Der war deshalb auch froh, als er den Spielbericht in Händen hielt. Und in dem war nichts in Sachen Hallentemperatur erwähnt. „Da hätten uns dann die über drei Stunden Tischtennis nichts genutzt. Die Punkte hätte Velbert mit nach Hause genommen”, moserte der TTC-Vorsitzende.

Reinhold Küven wusste da noch nicht, dass auch die Duschen in der Nordhalle nicht über Warmwasser verfügten. Denn diese Versorgung wird ebenfalls per Computer geregelt.
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