Norbert Franitzek nimmt Abschied von der Landsmannschaft Schlesien

Von: ptj
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Norbert Franitzek (Mitte) geht mit Edeltraud Habrom (3.v.l.) nach Wolfsburg, neuer Vorsitzender ist Eckhard Siegert (2.v.l.). Foto: Jagodzinska

Jülich. „Etwas mulmig” ist dem neu gewählten Vorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Eckhard Siegert, schon zumute gewesen. Trotzdem nahm er bei der Jahreshauptversammlung im Restaurant „Chinesischen Mauer” das Votum an.

Nach dem Tod von Dr. Norbert Thiel vor zwei Jahren hatte dessen Stellvertreter Norbert Franitzek den Vorsitz übernommen. Dieser folgt nun seiner Verlobten nach Wolfsburg und übergibt den Posten an seinen Stellvertreter, der sich nach diversen Gesprächen „inzwischen bereit erklärt hat”.

Wahlleiter Erich Coers lobte Siegert als „mild in der Art, aber konsequent in der Tat”. Als „Profi der langen Strecke” ermüde er nicht und behalte sein Ziel stets im Auge, zudem verfüge er über ein „präzises Urteilsvermögen”. Siegert will aufgrund der „sehr hohen Altersgrenze” die Entwicklung des Vereins im Auge behalten.

„Wir werden immer weniger, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir noch was Schönes hinkriegen. Doch wir können nicht mehr aus einem vollen Topf schöpfen”, betonte er. Der neue Vorsitzende plädierte zunächst für die „sehr engagierte” Schatzmeisterin Maria Garitz als seine Stellvertreterin. Zur Unterstützung bei der Kassenführung, die sie nicht aufgeben wolle, sah er Inge Mertens vor.

Garitz hingegen wollte von einer offiziellen Benennung absehen: „Wir sind so wenige und helfen uns gegenseitig im Team”, lautete ihr Vorschlag, der allgemeine Zustimmung fand. In der Versammlung war sogar die Rede von einer Umbenennung des Vereins in einen Arbeitskreis. Der Vorschlag wurde allerdings verworfen.

„Halten wir nur noch das eine Jahr durch, das wir müssen? Entscheiden wir uns jetzt schon für eine Auflösung?”, lauteten weitere Fragen der Vereinsmitglieder. Siegert plädierte allerdings dafür, „noch etwas durchzuhalten”. Der scheidende Norbert Franitzek verabschiedete sich mit Präsenten für seinen Nachfolger: Eine Schlesierfahne und ein Buch des verstorbenen Dr. Herbert Hupka. Der Kontakt zur Landsmannschaft soll per E-Mail weiterbestehen.

Das Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt” aus dem schlesischen Heimat-Liederbuch leitete nun über zu einem Film über einen Wanderurlaub der Habelschwerdter Heimatgruppe in der „herrlichen Grafschafter Landschaft” Schlesiens. Hintergrund war die positive Entwicklung zwischen der polnischen Bevölkerung, die nach dem Krieg zunächst einen „Hass auf alles hatte, was deutsch war”, und den deutschen Touristen.
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