NoiseLess-Reihe: Wiederhören mit den „Nervous Germans“

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Jülich. Die Jülicher NoiseLess-Reihe begrüßt am 7. April zum wiederholten Male hohe musikalische Gäste. Nach dem außerordentlichen Erfolg im vergangenen Jahr beehrt die ehemalige Aachener Band „Nervous Germans“ abermals Jülichs Kleinkunstbühne NoiseLess mit einem besonderen akustischen Konzert.

Diese Stimme, diese Energie, dieser Song, der das Drücken der Repeat-Taste zur Lustübung macht! Die „Nervous Germans“ sind zurück. „Rainbow“, ihre erstes musikalisches Aufbegehren nach knapp drei Jahrzehnten Kunstpause, qualifizierte die „nervösen Deutschen“ eindeutig zum Rocken des Sommers 2013. Nach dem Album „Volatile“ 2014 ist Album Nr. 3 „From Prussia with Love“ der neueste Streich der „nervösen Deutschen“, den sie in Jülich unplugged vorstellen werden.

Das wird auch Zeit, finden Kenner der Band, die ganz zu Beginn des popmusikalischen 80’s-Dilemmas, also vollkommen unschuldig und selbstironisch behaupteten: „Germans Can’t Play Rock’n’Roll“. Programmgestalter der amerikanischen College-Radios hatten die Band umgehend so lieb, dass sich Bosse von US-Plattenlabels verpflichtet fühlten, der Band den Puls zu messen, die sich auf der geografischen Achse Australien-London-Frankreich-Benelux-Westdeutschland tummelte.

Die englische Radiolegende John Peel lud die dreieinhalb Deutschen zur Radiopremiere ihres Debütalbums „Nervous Germans – Nervöse Deutsche“ nach London ein, und das Folgealbum „Summer Of Love“ hätte der große Wurf werden können.

Zwei Jahre bevor „The Cure“ und „Siouxsie & The Banshees“ mit frappierend ähnlicher Rezeptur reich wurden, hatten die zuckenden Deutschen die Blaupause für dunkel gefärbten Psychedelic-Pop entwickelt.

Aber, kreative Vorbilder hatten immer schon zu kämpfen. Mit Egos, Substanzen und hausgemachtem Hochmut. Die „Nervous Germans“ waren als Bandgefüge am Ende, bevor sich das Nachwirken ihrer Pop-Auffassung in finanzieller Sorglosigkeit manifestieren konnte.

Die Kreativität der beiden Protagonisten der Band Micki Meuser und Grant Stevens, fand indes neue Flugbahnen. Wenn man heute fragt, welche Schnittmenge Die Ärzte, James Bond-Darsteller Daniel Craig, Unheilig, Ben Becker, Ideal, Silly, Heike Makatsch und Percy Sledge verbindet, lautet die Antwort nachweisbar: „Nervous Germans“. Als Produzenten, Film-Komponisten, Vocal-Coaches, Musiker, Texter und manchmal einfach nur als Botschafter ihrer musikalischen Strahlkraft mischten sie 30 Jahre lang das popkulturelle Weltgeschehen auf.

Micki Meuser, eigentlich aus dem Jazz kommend, stand schon mit Größen wie Charlie Marioano und Klaus Doldinger als Bassist auf der Bühne. Zudem hat er als Produzent für Bands wie Ina Deter, Silly oder die Ärzte gearbeitet. Grant Stevens, absoluter Ausnahmesänger, schrieb Texte für die Musicals „Die Schöne und das Biest“ und „Robin Hood“. Ebenso ist er als Texter und Co-Texter an Alben von „Unheilig“ beteiligt.

„Wenn Ihr die Nervous Germans mal wieder machen wollt, wäre ich gerne dabei.“ Gary Schmalzl, Rockgitarrist für Bela B. und anderen Musik-Ästheten, führte Meuser und Stevens Anfang 2012 mit seiner artikulierten Lust auf die Band wieder zusammen. Wie immer bei den „Nervous Germans“ leicht, luftig und geerdet zugleich – wie gemacht für viele weitere Sommer. Cool für Kids müssen die „Nervous Germans“ heute genauso wenig sein, wie sie es 1982 waren.

In einem extra Unplugged-Gewand gekleidet werden die Zuhörer der NoiseLess Reihe am 7. April ein außergewöhnliches und vielversprechendes Konzert zu hören bekommen.

Infos natürlich auch unter: https://www.facebook.com/NervousGermansOfficial?fref=ts und http://www.nervous-germans.de/

Einlass ist um 19.30, Beginn um 20 Uhr in der Kneipe des Kulturbahnhofes Jülich. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

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