Niederländische Hochschüler im Stammhaus unterwegs

Von: ptj
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„Kasperle und der Weckerklau“: Die Stammhausbewohner hatten mächtig Spaß beim Kasperletheater mit wissenschaftlichen Inhalten. Foto: Jagodzinska
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Hinter den Kulissen: Die Studentengruppe „Innovataor“ der niederländischen „Hogeschool van Arnheim en Nijemegen“ bewegt die Puppen und verleiht ihnen Stimme. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Gut ist nicht gut genug, man kann immer etwas besser machen“. Das ist die Kernaussage des Theaterstücks „Kasperle und der Weckerklau“, aufgeführt im Stammhaus Jülich.

Gleichzeitig diente das Kasperletheater als kreative Präsentationsform eines Bedarfsprojektes der vierköpfigen Studentengruppe „Innovataor“ der niederländischen Hochschule „Hogeschool van Arnheim en Nijemegen“. Dahinter verbergen sich die Sozialpädagogik-Studenten Melanie Ploennes, Anna Papadopoulou, Sarah Sonnenfeld und Vaago Weiland, die im Vorfeld ihrer Abschlussprüfung und im Rahmen eines Bedarfsprojektes seit Jahresbeginn im Stammhaus „forschend unterwegs waren“.

Fragebögen wurden ausgefüllt und ausgewertet, Interviews geführt und Mitarbeiter-Workshops begonnen. Aus dem Bedarfsprodukt entwickelte sich ein Produkt zum Thema „positives Feedback durch Kommunikation“, wie Ploennes es ausdrückte. Nun folgte die Präsentation inmitten einer „Feedback-Party“ mit Stammhausbewohnern, Mitarbeitern und Eltern „zur Implementierung des Produkts“, will heißen: Wissenschaftliche Studieninhalte werden über die darstellende Gestaltung „für alle Zielgruppen transportiert“.

Besonders die Stammhausbewohner hatten mächtig Spaß beim Theaterstück, bei dem das Krokodil (Sarah Sonnenfeld) Kasperle (Vaago Weiland) den Wecker klaut. Der Wecker steht symbolisch für die Zeit, die kostbar ist, und die man gleichzeitig für die Umsetzung einer strukturierten Feedback-Kultur „mit Händen, Herz und Verstand“ braucht.

Nach Auswertung der Forschungsergebnisse war nämlich die Kommunikation das Thema, das „alle (im Stammhaus) nicht so toll finden“. Die Protagonisten im Stück legten auseinander, wie sich ein positives Feedback anfühlt und was ein negatives Feedback anrichten kann. „Oma, bei deinem Feedback habe ich mich gleich viel besser gefühlt als beim Schutzmann. Denn du wolltest mich ja verstehen“, brachte Kasperle wesentliche Unterschiede auf den Punkt.

„Die Kommunikation mit einem positiven Feedback verbessern, damit man sich bei einem negativen Feedback gar nicht schlecht fühlen muss“, war der rote Faden der Handlung. An der Umsetzung müssen sich ferner „alle beteiligen, das nennt man Partizipation. Alle müssen gemeinsam üben, um es in Zukunft besser zu machen.“ Mit Üben waren hier Workshops gemeint.

Abschließend wurde die Strukturierung als Herausforderung betont, die Zeit brauche. Zeit nahmen sich Akteure und Zuschauer vor und nach der Aufführung füreinander beim gemeinsamen Essen und Trinken sowie dem Auftritt der Stammhausband „Au-thentics“.

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