Niederländer würdigen Wilhelm Joschs Einsatz für die Toleranz

Von: Kr.
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Wilhelm Josch freute sich sehr
Wilhelm Josch freute sich sehr über seine niederländische Auszeichnung. Foto: Kròl

Linnich. Sein ehrenamtliches Engagement hat über die Grenzen des Landes hinaus Anerkennung gefunden. Mit mehreren hohen Auszeichnungen ist Wilhelm Josch aus Linnich in den letzten Jahren bedacht worden. Kurz vor dem Jahreswechsel kam eine weitere hinzu.

Das Comité Herdenkingsmonument Militairen aus dem niederländischen Haelen/Heythuysen verlieh ihm im Rahmen des zehnten Jahrestages der gleichnamigen Gedenkstätte die Erinnerungsmedaille „Monumentum Tolerantiae”.

Dieses Denkmal war am 8. März 2001 enthüllt worden, zur Erinnerung an die Kriegsjahre 1940 bis 1945 und die 687 Soldaten aus 11 Nationen, die damals im Leudalgebiet ihr Leben verloren haben.

Als Zeichen der Toleranz wird an diesem Monument sowohl al­liierter als auch deutscher und österreichischer Opfer gedacht. Wilhelm Josch war von Beginn an bei den jährlichen Treffen zu Gast und hat sie mit der Videokamera dokumentiert.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte er im letzten Jahr nicht anreisen, da besuchte ihn John Wagemans vom niederländischen Comité kurzerhand in Linnich und überreichte die Medaille.

„Es ist ganz selten, dass ein deutscher Staatsbürger von dieser niederländischen Stiftung ausgezeichnet wird”, betonte Josch, der in diesem Monat 77 Jahre alt wird und sich über diese Ehrung besonders gefreut hat. Wilhelm Josch hat sich immer schon für andere ins Zeug gelegt, wenn Hilfe gebraucht wurde.

In der Rurstadt hat er alle kleinen und große Ereignisse mit der Kamera festgehalten, und es gibt kaum einen Verein, den in den letzten 20 Jahren nicht unterstützt hat. Seit mehr als 40 Jahren ist er bei den St. Sebastianus Schützen aktiv, davon 25 Jahre im Sozialausschuss. Ob Geschichteverein, Glasmalereimuseum oder die Stadt - „egal welcher Verein Hilfe brauchte, er bekam sie”, betont der Stukkateurmeister im Ruhestand.

Seinem Leitspruch „Man muss ein bisschen sozial eingestellt sein, sonst funktioniert es nicht” ist er immer treu geblieben.

Alter macht sich bemerkbar

Die Interessen des Freundeskreis Hubertuskreuz und der Kriegsgräberfürsorge liegen ihm nach wie vor besonders am Herzen. Allerdings macht sich bei ihm langsam das Alter bemerkbar, so dass er kürzer treten will.

„Es tut es nicht mehr, ich will zwar die Kamera nicht ganz aus den Händen legen, aber kann auch nicht mehr in dem ganzen Umfang dabei sein”, betont der Linnicher, der sich auch bei der Suche nach vermissten Soldaten des letzten Weltkrieges verdient gemacht hat.
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