Nicht ungewöhnlich: April zuerst warm und jetzt kälter

Von: jan
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Hier im Bild: der Barmener Driesch am Donnerstagmorgen. Foto: Jansen.

Jülich. So viel kann man sagen: Minus zwei Grad am Morgen des 20. April sind nicht normal. „Normal wären Anfang April sechs und Ende April zehn Grad“, sagt Dr. Axel Knaps von der Wetterstation am Forschungszentrum Jülich.

Aber eklatant ungewöhnlich sind Wetterereignisse, die zu Frost Ende April führen auch nicht. „Das kann bis in den Mai gehen“, sagt Knaps. Der Grund sind sogenannte Ausgleichsströme zwischen den Polen und dem Äquator, wie Knaps weiter erklärt. Die finden in beiden Richtungen statt. Und derzeit befindet sich Deutschland in einer Strömung kalter Luftmassen, die von Norden kommt.

Die warmen Tage Anfang April mit Temperaturen von bis zu 20 Grad seien mit genau dem gleichen Phänomen zu erklären, allerdings in umgekehrter Richtung. „Zuerst hatten wir aufgrund der warmen Strömung aus dem Süden Temperaturen, die für April ungewöhnlich hoch sind, jetzt haben wir Temperaturen, die ungewöhnlich niedrig sind“, erklärt Knaps.

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