Jülich - Newcomerin mit voluminöser Stimme begeistert beim „Noiseless“

Newcomerin mit voluminöser Stimme begeistert beim „Noiseless“

Von: ptj
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Schlug ein wie eine Bombe: Newcomerin Anne Florack singt, hier in der Zugabe, im Duett mit ihrem Vater Stefan Pelzer-Florack (r.). Ihr Freund „Chris Cajun“ spielt dazu die Ukulele. Foto: Jagodzinska

Jülich. Harmonisch und gefühlvoll endete die Reihe „Noiseless“ im Bonhoeffer-Haus mit dem „X-Mas“-Special für dieses Jahr. „Vielen Dank, dass Du mit so viel Liebe so was Tolles hier hinzauberst“, lautete das schönste Kompliment an Veranstalterin Virginia Lisken, und zwar aus dem Mund von Newcomerin Anne Florack, die wie eine Bombe einschlug.

Als Opener ging die „Hoffnung Jülichs“ an den Start, in Gestalt des erst 22-jährigen Sängers Tim Hoff, der seit eineinhalb Jahren immer wieder gern gesehener Noiseless-Gast ist. Mit seiner flexiblen Stimme coverte er deutsch- und englischsprachige Stücke. Förmlich auf den Leib geschrieben schienen ihm „Lieder“ von Adel Tawil oder „Und jeder Atemzug“ von Tim Bendzko. „Jülichs Hoffnung“ beschloss seinen prima Auftritt mit seiner „absoluten Lieblingsnummer“, „I‘m yours“ von Jazon Mraz. Bei der Anmoderation der folgenden Nummer betonte Gina Lisken ihren „halben Mutterstolz“: Auf die Bühne stieg das Grevenbroicher Trio „rauhfaser“, bestehend aus der Newcomerin Anne Florack, Tochter des Grevenbroicher Gitarristen und Bassisten Stefan Pelzer-Florack, die Lisken hatte heranwachsen sehen. 2012 erlebte sie die junge Frau dann erstmals als Sängerin. Anne begeisterte mit ihrer voluminösen und emotionalen Stimme im zweistimmigen Gesang mit ihrem Vater, und begleitet von ihrem Freund „Chris Cajun“ am Cajun. Das Trio startete mit „I still haven‘t found what I‘m looking for“ von U2, gefolgt von „Grandma‘s hands“, das Bill Withers über seine eigene Großmutter schrieb.

Zum Repertoire zählten auch bekannte, aber ungewöhnlich arrangierte Stücke wie „Every breath you take“ von Police. Rauchiger und in tieferen Tonlagen als das Original, in Molltönen gespielt, erlangte das Stück einen ganz eigenen Reiz. Mit „Auflösen“, einem ruhigen Stück von den Toten Hosen, oder „Zeppelin“, aus der Feder von Pelzer-Florack, rundete das Trio seinen Auftritt ab. Auf den tosenden Applaus des Publikums boten die drei eine ungewöhnliche Zugabe in Form des rein akustisch präsentierten „Last Christmas“ mit Gitarre und zwei Ukulelen.

Zwischendurch zog Lisken-Tochter Ally ein Los aus dem Hut und Noiseless-Gast Gertrud Hühnerbein gewann zwei Tickets für das Anne Haigis-Konzert am 15. Februar. Herzlichen Dank sagte Gina Lisken an Küster Udo Gerdes, den „Guten Geist“ bei allen Noiseless-Konzerten im Bonhoeffer-Haus in den letzten sechs Jahren. Er kam als erster und ging als letzter, nun geht er endgültig – in den Ruhestand. Wirklich nicht mehr unbekannt ist das Jülicher Duo „Elixier“, den Sängern und Gitarristen Hajo Hintzen und Réné Sorychta. Ersterer war, in verschiedenen Formationen, bereits zum zwölften Mal „Noiseless“-Gast. Mit Herz und Tempo und einer Prise Humor spielten die Vollblutmusiker „Short people“ von Randy Newman, um dann ihren beliebten „Kölsch-Block“ zu eröffnen. Unter anderem standen die LSE-Songs „Für et Hätz un jäjen d‘r Kopp“ mit höchst aktuellem Inhalt oder „Saunaboy“ im aufsteigenden Dunst von Nebeleffekten auf dem Programm. Das Publikum hatte sich letzteren Song gewünscht, der dem Duo so klasse zu Gesicht steht.

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