Neuordnung ist schon in Arbeit

Von: -ks-
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Jülich. Die Karten für die Jugendarbeit in der Stadt Jülich werden neu gemischt. Dabei ist das Ende der offenen Jugendarbeit der Pfarre St. Rochus nur ein Aspekt. Katarina Esser, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Sozialplanung, berichtete im Ausschuss für Jugend, Familie, Schule und Sport von einer Regionalkonferenz relevanter Einrichtungen und Träger zum Thema Offene Jugendarbeit.

Die an St. Rochus frei werdende und vom Kreisjugendamt finanzierte Stelle gelte es, für die Stadt zu sichern. „Das Heckfeld soll nicht zum Problemfeld werden”, sagte sie. Wie könnte die Lösung aussehen? Möglicherweise eine Überarbeitung der Aufgabenverteilung. Laut Jugendamt des Kreises, so Esser, sollten die in der Stadt Jülich tätigen Träger offener Jugendarbeit zuständig „für bestimmte Bereiche” werden.

Drei Träger für vier Einrichtungen

Deutlich sei seitens des Kreises bei der Regionalkonferenz signalisiert worden, dass das Jülicher Nordviertel unterstützt werden soll. Bekanntlich will die Stadt hier mit Hilfe eines Sponsors Container für offenen Jugendarbeit aufstellen (wir berichteten). Unter anderem deshalb sollte in Jülich mit finanzieller Unterstützung des Kreisjugendamtes eine Stelle für Jugendarbeit eingerichtet werden. „Dann hätten wir drei Träger mit vier Einrichtungen plus einer mobilen Stelle in den Stadtteilen”, trug Esser im Ausschuss vor.

Die mobile Einsatzkraft müsste sich auch um die Jugendtreffs in Koslar und Barmen kümmern. Da sieht es nicht gut aus. Neben der Bürgerhalle in Koslar ist der im September 2006 geöffnete Jugendcontainer dicht. Bereits im Januar 2008 sei es dort laut Verwaltung für die verantwortlichen Jugendlichen und Erwachsenen zunehmend schwierig geworden, Regeln bei den Besuchern durchzusetzen. Es habe Sachbeschädigungen im und am Container gegeben.

„Der Unmut wuchs”, hieß es. Versuchsweise wurde nach einer Reorganisation der Container in den Sommerferien wieder eröffnet. „Dieser Versuch ist gescheitert”, so die Verwaltung. Jugendliche hätten sich über vereinbarte Regeln zerstritten. Erwachsene waren nicht mehr bereit, die Jugendarbeit im Container zu begleiten. Die Umgebung wurde verwüstet, der Container selbst nach Schließung im Oktober 2008 im letzten Monat bei einem Einbruch verwüstet.

Während es im Bauwagen in Merzenhausen vergleichsweise gut läuft, bereitet auch der Jugendtreff in der Alten Schule Barmen erhebliche Probleme. Im September 2007 geöffnet, führten Auseinandersetzungen über die Einhaltung von Regeln im Juni 2008 trotz der intensiven Begleitung des verantwortlichen Erwachsenen und der monatlichen Begleitung durch das Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung nach Darstellung der Verwaltung zur Schließung des Treffs. „Bisher konnte niemand gefunden werden, der Verantwortung für den Treff übernehmen will”, hieß es.

Das Fazit: Die Erfahrung in den zwei selbstverwalteten Jugendtreffs in Koslar und Barmen zeigt, dass die ehrenamtlichen Leiter der Treffs regelmäßig durch eine pädagogische Fachkraft unterstützt werden müssen.
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