Neujahrswünsche aus Jülich, Berlin, Aachen

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Neujahrsempfang auf dem Solarcampus Jülich. Am Rednerpult Sprecherin Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. „Eine FH ist nicht zweite Wahl“, sagte Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack in ihrer Begrüßungsansprache zum dritten Jahresempfang der Fachhochschule Aachen am Solar-Campus Jülich. Zahlreich geladene Gäste waren zu der Veranstaltung gekommen und folgten mit Interesse den Reden mit Neujahrswünschen aus Jülich, Aachen und Berlin.

Wolfgang Gunia, Jülichs stellvertretender Bürgermeister, merkte zu Beginn an: „Wachstum bringt für die FH auch das eine oder andere Problem mit.“ So wies er darauf hin, dass Jülich eine Forschungsstadt mit Studenten sei und keine reine Studentenstadt. Jülich könne auch nicht mit Aachen konkurrieren – „dann müssten wir in einer anderen Liga spielen“.

Er begrüßte die Entstehung von Studentenwohnungen und sicherte die Hilfe der Stadt zu, im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei Bewältigung des doppelten Abiturjahrganges zu helfen. Das Gelände rund um das alten FH-Gebäude bezeichnete der Kommunalpolitiker scherzhaft als „Edelbrache mit Eifelblick“ und ergänzte: „Uns allen wünsche ich, dass es da voran geht“.

Neujahrswünsche aus Berlin übermittelte Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, der zugleich als Dürener seine Verbundenheit mit dem Kreis unterstrich. Die FH Aachen bezeichnete der Parlamentarier als eine der stärksten Fachhochschulen Deutschlands und drückte Begeisterung über die Entwicklungen am Campus Jülich aus: „3200 Studierende sind hier und man hat das Gefühl, es geht weiter. Hier geht die Post ab“. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands sei auf Meisterleistung angewiesen und die wesentliche Basis für unsere Zukunft. „Made in Germany“ sei nach wie vor ein Gütesiegel, nicht zuletzt wegen der weltweit anerkannten Ingenieurausbildung.

Die Neujahrswünsche aus Aachen von Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Prorektorin und Honorarkonsulin des Königreichs der Niederlande, standen unter der Überschrift „FH und Promotion – kein no go!“ Thema war die so genannte „Kooperative Promotion“, die in Zusammenarbeit mit einer nationalen oder internationalen Universität angeboten wird.

„Als Fachhochschule können wir uns durchaus mit einigen Universitäten messen“, gab sich Christiane Vaeßen durchaus selbstbewusst. Um die Doktoranden miteinander zu vernetzten wurden Graduiertentagungen eingerichtet und Kongresse finanziert. Hier können Doktoranden ihre Ergebnisse vortragen. Im direkten Anschluss stellte Dipl.-Ing. Steffen Reisert, Doktorand am Institut für Nano- und Biotechnologien, eine beeindruckende Arbeit über das Thema „Sicher verpackt – Sensoren zur Überwachung von aseptischen Sterilisationsprozessen“ vor.

Den musikalischen Rahmen des Nachmittags gestalteten die Studenten Timo Seifert, Lars Thelen, Kati Pick, Anja Scholz und Simon Langenbrinck, die sich in den letzten Wochen spontan für die Veranstaltung zu einer Band formiert hatten.

Bevor sich der Neujahrsempfang zu einem geselligen Beisammensein weiterentwickelte, wies Campus-Sprecherin Angelika Merschenz-Quack auf das 50-jährige Bestehen der Ingenieurausbildung in Jülich hin, das in diesem Jahr gefeiert wird.

Am 5. Juni 1963 erfolgte der entsprechende Erlass des Kultusministers, als Professor Mikat die Außenstelle Jülich der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen Essen in die selbständige Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen Jülich umwandelte. Gebührend gefeiert wird das Jubiläum mit einer Feierstunde, Wiedersehensfeier der Ehemaligen, Tag der offenen Tür, Campus-Fete und einem Sonntagsfrühstück der besonderen Art am Campus-Weekend vom 7. bis 9. Juni.

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