Dürboslar - Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbands beleuchtet aktuelle Themen

Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbands beleuchtet aktuelle Themen

Von: gre
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„Vorstandstisch“ beim CDU-Neujahrsempfang mit Dennis Stötzer (v.l.), Leo Neulen, Josef Wirtz MdL, Ralf Claßen und Georg Krapp. Foto: Greven

Dürboslar. „Endlich haben wir einen CDU-Bürgermeister.“ Mit diesem Stoßseufzer begann Gemeindeverbandsvorsitzender Leo Neulen seine Begrüßung zum CDU-Neujahrsempfang in der Gaststätte Köbgens.

Zum aktuellen Stand der Kommunalpolitik überließ er das Wort dem Fraktionsvorsitzenden Georg Krapp, der zunächst auf die Kommunalwahl einging und mit Beispielen allen klarmachte, dass es auf die letzte Stimme ankomme. Krapp wies auf die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde hin. „Wir sind nicht freiwillig im Sanierungskonzept.“ Man müsse dem Bürger mehr Belastungen auferlegen. Es gebe keine andere Möglichkeit. Das mache wirklich keinen Spaß.

Im Gemeinderat sei eine veränderte Haltung der Ratsmitglieder zu spüren und ein gemeinsames Bemühen, die Lage zu verbessern. Aber immer wieder werde der Rat vor neue Kostensituationen gestellt, die es zu bewältigen gelte. Als Beispiele führte er den plötzlichen Sanierungsbedarf im Realschulgebäude und die Zuweisung von Flüchtlingen an. Es sei gut, dass es in Aldenhoven eine positive Willkommenskultur gebe. „Aber das Land lässt uns im Stich.“ Krapp: „Wir brauchen ein stärkeres Selbstbewusstsein. Aldenhoven kann mehr.“

Josef Wirtz MdL kritisierte die Finanzpolitik des Landes, welches nie über ein solch hohes Steueraufkommen verfügt habe, sich aber weiter verschulde und die Kommunen aber im Stich lasse. Als Beispiel führte er die Asylpolitik an. Der Bund habe dem Land NRW als Soforthilfe 108 Millionen überwiesen, das Land aber nur die Hälfte an die Kommunen weitergegeben. Andere Bundesländer seien anders verfahren. Wirtz kritisierte die abermalige Erhöhung der Grunderwerbssteuer, die künftige Häuslebauer über Gebühr belaste. NRW werde unter Wert regiert. Beispiel: In vier Jahren habe das Land vier Prozesse beim Landesverfassungsgericht verloren.

Ralf Claßens Dank galt der Unterstützung der Mitglieder bei seiner Wahl zum Bürgermeister. Er lobte seine Verwaltung, die kons-truktiv mitarbeite. In der kurzen Zeit sei schon einiges auf den Weg gebracht worden, unter anderem die Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen. Seine Hoffnung gilt dem „Campus Aldenhoven“, ein bisheriges Industriegebiet, das ehemalige Kraftwerk Siersdorf, welches der Entwurf des Landesentwicklungsplanes in „grün“ ausweisen will. Er erwarte die Unterstützung der Landespolitiker in dem gemeinsamen Bemühen von Kreis Düren, Stadt Baesweiler und Aldenhoven, dies zu verhindern.

„Aldenhoven hat glänzende Standortvorteile.“ Das müsse man nach außen vermitteln. Mit offensiver Wirtschafts- und Kulturpolitik will Claßen seine Gemeinde in den Vordergrund rücken. Er kündigte den „1. Aldenhovener Unternehmertag“ sowie ein Wiederaufleben von kulturellen Veranstaltungen an. Auch den im Vorjahr stellenweise eingeschlafenen Frühjahrsputz will er wiederbeleben. „Packen wir‘s an.“

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