Jülich - Neues Stück der „Bühne 80“: Farce verteilt sich auf drei Schlafzimmer

Neues Stück der „Bühne 80“: Farce verteilt sich auf drei Schlafzimmer

Von: ptj
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Turbulente Einweihungsparty: Das unglücklich verheiratete Ehepaar Susannah (Evelyn Wirtz) und Trevor (Jens Range) treffen zusammen und schlagen sogar aufeinander ein.

Jülich. Mit skurril gezeichneten Charakteren in der Farce „Schlafzimmergäste“ von Alan Ayckbourn lockt das Ensemble „Bühne 80“ im April in die Stadthalle. Die Handlung des amüsanten Zweiakters springt zwischen drei nebeneinander liegenden Schlafzimmern auf der Bühne hin und her.

Eine Herausforderung für die Lichttechnik, die jeweils nur den einen Raum der ansonsten spartanisch eingerichteten Bühne beleuchten wird, in dem sich die zunehmend turbulentere Handlung abspielt.

Regisseur ist nach einer längeren Pause Dr. Christoph Fischer. Als Co-Regisseurin fungiert Vorsitzende Claudia Cormann-Wiersch.

Dass ein Amateur-Ensemble auf der Bühne steht, vergisst der Zuschauer schnell, wenn er dem überzeugenden Spiel der Darsteller folgt, die größtenteils seit Jahren zusammenarbeiten.

Grundlage des Erfolges der „Bühne 80“ sind etliche Stunden Probenarbeit im Roncalli-Haus. Hier trägt das fleißige Team Requisiten zusammen, übt Dramaturgie, Sprache und Improvisation, feilt mit augenscheinlich viel Spaß an seinen Szenenabläufen und bringt immer neue Ideen ein. Die Vorbereitungsarbeiten gipfeln in einem Probenwochenende in der Eifel, das außerdem den Zusammenhalt des Ensembles stärkt.

„Der Text ist ja schon ganz gut. Vom Spielerischen her kann man bestimmt noch was rausholen“, sagt Fischer, der einen Klebestreifen zur Hand nimmt, damit einen Pfeil auf dem Boden formt und dazu motiviert, „die ganze Bühne einzunehmen“. Andreas Kupka mimt den etwa 60-jährigen, aristokratisch wirkenden „Ernest“, der schon lange mit „Delia“ verheiratet ist, deren Rolle in der Probe von Cormann-Wiersch besetzt wird. Das Paar bereitet sich gerade auf seinen traditionellen Restaurantbesuch zum Hochzeitstag vor.

„Versuch mal, ein bisschen deutlicher zu sprechen. Das Kissen sollte am Anfang wirklich schief liegen, damit es gerade gerückt werden kann“, fordert der Regisseur den buchstäblich mit seiner Decke ans Bett gefesselten Nick (Dieter Nießen) im dritten Schlafzimmer auf. Dieser bemitleidet sich wegen seines Hexenschusses lautstark selbst und strapaziert damit die Geduld seiner Frau Jan (Hannah Jansen), die sich am Samstagabend eilig zum Ausgehen fertigmacht.

Sie will zur Einweihungsparty des frisch verheirateten Paares Kate (Jana Büchsenschütz) und Malcolm aus dem zweiten Schlafzimmer. „Es ist ein bisschen schwierig einzuspringen. Ansonsten finde ich es gut. Das Verspielte kommt gut raus“, lobt Fischer das verliebte Paar. Hier vertritt Cormann-Wiersch den Malcolm-Darsteller Sascha Massmann, der fast das ganze Stück ohne Schuhe spielt.

Besonders turbulent gestaltet sich die Einweihungsparty, als der unglücklich verheiratete Trevor (Jens Range) und seine von Selbstzweifeln geplagte Frau Susannah (Evelyn Wirtz) zusammentreffen und schließlich sogar aufeinander einschlagen, trotz der Vorgabe der Gastgeber: „Kein Streit mit der eigenen Frau“.

Ein entdeckter „verbotener“ Kuss verspricht zunehmende Turbulenzen im zweiten Akt, der Samstagnacht. „Jan und Kate visualisieren am deutlichsten die Katastrophe. Welch widerstrebende Gefühle in euch gären, war bis dahin noch nicht ganz so klar“, bringt Fischer die Spannung auf den Punkt.

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