Neues Messgerät soll Therapien gegen Alzheimer ermöglichen

Von: ddp
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Jülich. Das Forschungszentrum Jülich hat für die Entwicklung von Therapien gegen Aids und Alzheimer technisch nachgerüstet.

Mit Hilfe eines neuen Großspektrometers könnten nun Aussehen und Wirkweise bestimmter Virusproteine so genau wie nie zuvor analysiert werden, teilte das Forschungszentrum am Dienstag mit.

Proteine oder Eiweiße können in Viren die Ausbreitung der Krankheitserreger oder die Heftigkeit einer Infektion steuern. So verursachen beispielsweise bei der Alzheimer-Krankheit Giftstoffe, die aus körpereigenen Eiweißen entstehen, die Schädigung der Nervenzellen im Gehirn. Ähnliche Prozesse laufen in HI-Viren ab, den Auslösern der Immunschwächekrankheit Aids.

Das neue Großspektrometer unterstützt nun die Erforschung dieser Prozesse. Mit dem Messgerät könnten die Viruseiweiße Atom für Atom analysiert werden, hieß es. Dazu wird ein Magnetfeld aufgebaut, das 400.000mal so stark wie das der Erde ist. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung eines therapeutischen Ansatzes, der die üblicherweise schnelle Resistenz der Viren umgeht.

Dieser Arbeit widmet sich das „Biomolekulare NMR-Zentrum”, in dem Wissenschaftler des Forschungszentrums und der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität zusammenarbeiten. Die Universität hat das Spektrometer finanziert. Das Forschungszentrum kommt für die Betriebskosten auf und hat den Neubau für die Anlage gestellt.

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