Linnich - Neues Kultur- und Veranstaltungszentrum für Linnich?

Neues Kultur- und Veranstaltungszentrum für Linnich?

Von: ojo
Letzte Aktualisierung:

Linnich. Wenn nicht mit der heißen, so doch mit der ganz schnellen Nadel gestrickt, ist ein Antrag, den der Linnicher Stadtrat am Donnerstag einstimmig auf den Weg brachte. Darin geht es um nichts Geringeres als den Bau eines Kultur- und Veranstaltungszentrums auf dem Place de Lesquin.

Eile tat Not, denn bereits gestern endete die Abgabefrist des Förderantrags. Hintergrund ist ein Sonderprogramm des Landes, das erst im Dezember 2015 aufgelegt worden war. „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ist der etwas sperrige Titel des Programms, das mit 72 Millionen Euro ausgestattet ist.

Vor dem Stadtrat erläuterte Dr. Marc Dinkhoff, Kommunalberater von der Kanzlei Wolter & Hoppenberg, Hamm, das Projekt, mit dem Linnich in die Förderung kommen möchte. In dem mit 1,8 Millionen Euro kalkulierten Kultur- und Veranstaltungszentrum sollen „Räume und Angebote für Begegnung, Bildung und Kultur geschaffen werden, welche den sozialen Zusammenhalt der Bevölkerung Linnichs verbessern und sichern“ .

Kernbereich des Komplexes ist ein großer Veranstaltungsbereich, ausgelegt für 300 bis 400 Besucher. Angegliedert sind allerdings etliche Räume mit Sonderfunktionen. So soll das Café Kontakt des Initiativkreises Asyl in einer gastronomischen Einheit eine Bleibe finden. In einer separaten Küche könnten beispielsweise Flüchtlinge gemeinsam kochen oder Kochkurse abgehalten werden.

Neben einem variabel nutzbaren Integrationsbereich sind drei Büroräume interessant. Sie könnten genutzt werden etwa von Vereinen, die nicht über ein eigenes Vereinsheim verfügen wie der Geschichtsverein Linnich oder auch der Pol.-TuS. Ein Musterbeispiel wäre der Verein „Kultur ohne Grenzen“, der im Übrigen in einer Absichtserklärung zur Nutzung des Zentrums unterschrieben hat. Solche Absichtserklärungen haben auch die Volkshochschule Jülicher Land, der Initiativkreis Asyl und die Notunterkunft in der ehemaligen Polizeischule abgegeben.

Den Betrieb des Zentrums sollte ein Integrationsbeauftragter koordinieren. Die Personalkosten von etwa 53.000 Euro wären ebenfalls förderwürdig. Der Eigenanteil der Stadt an dem Gesamtprojekt läge bei 30 Prozent. „Der Ansatz ist nicht höher als der des IHK“, meinte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker, die die Notwendigkeit eines solchen Zentrums mehr als gegeben ansah. Denn die Flüchtlingssituation werde wohl von längerer Dauer sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert