Jülich - Neues Konzept für die Altstadt

Neues Konzept für die Altstadt

Letzte Aktualisierung:
Das der Baierstraße entlehnte
Das der Baierstraße entlehnte Oktogon-Motiv prägt auf der Kreuzung Kartäuser Straße einen repräsentativen „Stadtplatz” und am Ende der Schlossstraße den nördlichen „Stadteingang”. Foto: Förderverein

Jülich. Der Förderverein Festung Zitadelle Jülich ist auch im 25. Jahr seines Bestehens gut aufgestellt: Einstimmig folgten auf der Jahreshauptversammlung die Mitglieder dem Antrag der Kassenprüfer, den Vorstand für das vergangene Geschäftsjahr zu entlasten.

Einstimmig wählten sie auch Mariele Egberts als Schriftführerin in Nachfolge des verstorbenen Dr. Peter Krautwasser, dessen langjähriger Verdienste sie in großer Dankbarkeit gedachten.

Roman zum Stadtbrand

Im Tätigkeitsbericht 2010/2011 skizzierte der Vorsitzende Conrad Doose die Vereinsarbeit. Höhepunkt der beliebten Städtereisen und Exkursionen war im April 2010 der Besuch Roms „auf den Spuren des jülich-klevischen Erbprinzen Karl-Friedrich 1574/75”. Und nach einer Stadt-, Zitadellen- und Schlossführung verarbeitete der Autor Günter Bentele in „Flammennacht” die Folgen des großen Stadtbrands, der in der Pfingstnacht 1547 Jülich in Schutt und Asche legte.

Denkmal- und Stadtbildpflege nahmen im Jahresbericht breiten Raum ein. Mit dem von Stiftungen und Firmen unterstützten Sanierungsprojekt „Nördliche Wachstube mit Defensionsgang” im Brückenkopf-Park verbesserte sich nicht nur die bauliche Situation der Nordbastion. Sie wurde auch eine Besucherattraktion. Gegenwärtig wird eine Teilsanierung der Hohltraverse drei wiederum mit Spenden finanziert.

Auf „Burg Engelsdorf”, als Wasserburg im mittelalterlichen „Burgenring” um Jülich eng mit dessen Geschichte verbunden, wurde mit der Restaurierung der gotischen Rippengewölbe im Nordturm und mit der Errichtung des spitzen Turmhelms die zweite Phase der Bestandssicherung begonnen. Gefördert wird dies von Bund und Land, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Jülicher Hans-Lamers-Stiftung und der Gemeinde Aldenhoven. Die dritte bringt die Sanierung des Treppenturms mit der im Rheinland einzigartigen Holz-Spindeltreppe.

Der Förderverein verfolgt seit über 20 Jahren ein städtebauliches Gesamtkonzept für die „Pasqualinische Altstadt”. Durch die Denkmalbereichssatzung von 1993 geschützt, ist sie auch durch die Baudenkmäler „Altes Rathaus”, „Stadthotel” und „Westseite Marktplatz” historisch geprägt. Der Hexenturm, die Zitadelle sowie das „Neue Rathaus” umfassen diesen italienischen´ Stadtkern Jülichs. „Wir haben damit - wie kaum eine andere Stadt - besondere Voraussetzungen für die Förderung notwendiger Sanierungsmaßnahmen - man muss sie seitens Rat und Verwaltung nur nutzen”, so Conrad Doose, „gestalterisch ist die Düsseldorfer Straße dafür ein Musterbeispiel, durchgesetzt von fünf Vereinen. Sie fühlen sich dem im historisch orientierten Wiederaufbau wiedergewonnenen Stadtbild verpflichtet und sind sich darin einig, dass damit ein Gewinn verbunden ist.” Bezahlt hat die Stadt diesmal ohne Förderung.

Auch die Machbarkeitsstudie „Dienstleistungszentrum Altes Rathaus”, von den Vereinen und interessierten Bürgern beantragt, ist für die Innenstadt ein bedeutender Wendepunkt: „Jülich hätte in wenigen Jahren das Problem der Innenstadtbelebung und der Leerstände von Läden überwunden”, so der Planer Prof. Aldinger im März zu dieser Variante, die auch viele Bürger und Vereinsmitglieder befürworten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert