Rödingen - Neues Fahrzeug ist nicht nur zum Löschen da

Neues Fahrzeug ist nicht nur zum Löschen da

Von: ptj
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Bürgermeister Jürgen Frantzen (2.v.l.) übergibt den „feuerwehrroten“ Schlüssel fürs neue Fahrzeug an Gemeindebrandinspektor Martin Ross. Foto: Jagodzinska

Rödingen. „Im Verbund mit dem Fuhrpark in Rödingen, im Löschzugverbund mit Ameln und Kalrath sowie innerhalb der gesamten Titzer Wehr“ übergab Bürgermeister Jürgen Frantzen den „feuerwehrroten“ Schlüssel für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 zunächst an Gemeindebrandmeister Martin Ross. Dieser überrgab ihn Zugführer Alexander Sieben, der ihn Löschgruppenführer Thomas Lessenich überreichte.

Das umgerüstete Vorführfahrzeug wird eingesetzt zur Brandbekämpfung, auch zur überörtlichen Unterstützung, zur technischen Hilfeleistung in kleinerem Unfang und zur „Unterstützung aller möglichen Feuerwehreinheiten“.

Es bietet Platz für neun Feuerwehrleute, hat eine Pumpenleistung von 2000 Litern pro Minute bei zehn bar, einen 2000-Liter-Wassertank und einen Schaummitteltank von 120 Litern, Tauchpumpe und Motorsäge für den Einsatz nach Unwettern und einen Hilfeleistungssatz, bestehend aus Spreizer und Schere. Alle Ausstattungsparameter plus die Fahrzeugbreite übertreffen das 39 Jahre alte Vorgängerfahrzeug. Dieses wurde vor 14 Jahren von der Stadt Bedburg übernommen und von der Löschgruppe Rödingen in Eigenleistung wieder aufgebaut.

Günstiges Vorführmodell

Die Neubeschaffung des 300 000 Euro teuren Fahrzeuges erfolgte durch die Gemeinde Titz auf der Grundlage des Brandschutzbedarfsplans. Im Rahmen dieses Plans wurden innerhalb der letzten vier Jahre fünf Großfahrzeuge mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro übergeben. Erneut betonte Frantzen: „Wir sparen zwar in der Gemeinde Titz, nicht aber auf Kosten der Sicherheit der hier lebenden Menschen“. Laut Brandschutzbedarfsplan werden 2014 und 2015 ähnliche Fahrzeuge für die Löschgruppe Ameln beschafft.

Die Devise „Mehr Fahrzeug für weniger Geld“ wird nunmehr mit den Neufahrzeug in Rödingen fortgesetzt. Ein weiterer Vorteil: „Vorführfahrzeuge haben meist eine bedeutend bessere Ausstattung“. Bei der Umrüstung wurde gutes Material vom alten ins neue Fahrzeug übernommen. Die Freiwilligkeit der Feuerwehren ziehe nach Frantzens Bekunden „ein Engagement nach sich, das bei gebundenen Strukturen nicht überall anzutreffen ist“.

„Von den Bürgern für die Bürger“, so fasste Löschgruppenführer Lessenich Herkunft und Zweck des neuen Hilfeleistungsfahrzeugs zusammen. Gemeindebrandinspektor Ross, der für seine Verdienste um die Gemeindefeuerwehr eine Flasche „Amelner Tropfen“ erhielt, beförderte im Anschluss Feuerwehranwärter Dennis Braun zum Feuerwehrmann. Abschließend stellte Feuerwehrseelsorger Diakon Manfred Kappertz das Fahrzeug unter den Segen Gottes.

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