Neuer Supercomputer für das Forschungszentrum

Von: hfs.
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Der derzeit schnellste zivile Supercomputer der Welt arbeitet in Jülich. Der Rechner leistet rund 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Jetzt ist das Forschungszentrum mit dem Bau und Betrieb eines neuen Supercomputerzentrums beauftragt. Foto: dpa

Jülich. Europas Führungsrolle in der Kernfusionforschung soll mit Hilfe Jülicher Wissenschaftler noch mehr gestärkt werden. Am Donnerstag beauftragte die Gemeinschaft der Fusions-Forschungsinstitute in Europa (EFDA) das Forschungszentrum mit dem Bau und Betrieb eines neuen Supercomputerzentrums.

„Wir sind stolz, dass Europa auf das Jülicher Know-how setzt”, sagte Professor Achim Bachem als Vorsitzender des Zentrums. „Jülich wird zeigen, was der Supercomputerstandort Europa für die Energieforschung leisten kann”, ergänzte der Vorstandschef. Nach über 50 Jahren Fusionsforschung in Jülich haben die Wissenschaftler anhand vieler gewonnener Erkenntnisse und Daten die Möglichkeit zu sagen, wie ein Fusionkraftwerk aussehen muss.

Zur Zeit sind die Europäer im französischen Cadarache dabei, ein riesengroßes Fusionsexperiment, Iter genannt, zu bauen. Mit Hilfe des neuen Supercomputers wollen die Forscher die komplexen Mechanismen in der 100 Millionen Grad heißen Fusionsmaterie, dem Plasma, im Innern von Iter besser verstehen. Man wird Computer-Simulationen entwickeln, die wichtige physikalische Effekte realitätsnäher als bisher berücksichtigen können.

Der neue Supercomputer soll helfen, den Weg zu einem ersten Fusionskraftwerk, geplant für das Jahr 2050, noch schneller beschreiten zu können. Kostspielige Großexperimente werden durch preiswerte Computermodelle ersetzt oder ergänzt.

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