Neuer Segen für die Aldenhovener Gnadenkapelle

Von: gre
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Schützen bringen das Gnadenbild von der Kapelle zur Kirche: im Hintergrund Weihbischof Karl Reger und Probst Heinrich Bongard. Foto: Greven
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Schützen bringen das Gnadenbild von der Kapelle zur Kirche: im Hintergrund Weihbischof Karl Reger und Probst Heinrich Foto: Greven

Aldenhoven. „Wie der Weihrauch, so steige das Gebet der Pilger zu Gott empor“, sagte Weihbischof Karl Reger bei der Neusegnung der restaurierten Gnadenkapelle am Schlusstag der Hauptoktav. Nach zweijähriger Bauzeit wurden das Äußere wie das Innere des aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammenden Bauwerks, das dem Marienheiligtum von Altötting nachempfunden ist, wieder hergestellt.

„Wie viele Menschen haben in den dreieinhalb Jahrhunderten hier in Aldenhoven bei der Muttergottes Zuflucht gesucht und gefunden“, so der Weihbischof. Nach der Segnung trugen Schützen das Gnadenbild zur Kirche.

Eingangs des Hochamtes, das vom Bischof unter Assistenz von Probst Heinrich Bongard zelebriert wurde, dankte Reger allen, die zur Wiederherrichtung der Kapelle beigetragen haben. Für seine Festpredigt hatte er das Thema „Maria Mutter der Barmherzigkeit“ gewählt, das gleichzeitig auch Motto der diesjährigen Aldenhovener Marienwallfahrt ist. In der Gottesmutter spiegele sich in besonderer Weise Gottes Liebe und Barmherzigkeit wieder. Zum Abschluss seine Bitte: „Maria, mache uns zu lebendigen Zeugen der Liebe Gottes.“ Zur Gestaltung des Gottesdienstes trug der Projektchor in hohem Maße sei.

Im Anschluss an den Gottesdienst betonte Bürgermeister Ralf Claßen die besondere Bedeutung der Gnadenkapelle nicht nur für die Martinus-Pfarre, sondern auch für die gesamte Zivilgemeinde. In geraffter Form erinnerte er an das Zustandekommen von Kapelle und Wallfahrt, deren wirtschaftliche Bedeutung nicht zu unterschätzen sei. Er begrüßte den Mut der Menschen, die sich die Wiederherstellung dieses Kleinods zum Ziel gesetzt und verwirklicht haben und dankte denen, die handwerklich und finanziell dazu beigetragen haben.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, der sich glücklich schätzte, dass auch die Bundesregierung zum Wiederaufbau einen stattlichen Beitrag geleistet hat, gratulierte den Handwerkern und Restauratoren zu der Erhaltung dieses bedeutsamen Stücks Kultur für die gesamte Region. Die gelungene Renovierung biete auch die Chance zur Bewahrung der christlichen Werte. „Nur wer die christlichen Wurzeln kennt, hat auch die Kraft, sie zu erhalten.“

Werner Schmand, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, sprach allen am Werk Beteiligten den Dank aus. Die Aufgabe des Erhalts der Gnadenkapelle sei aber nicht zu Ende, sondern werde auch in Zukunft die Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen erfordern, zumal man weiterhin keine Fördermittel des Bistums erwarten könne. Deshalb lud er alle ein, Mitglied im Förderverein Gnadenkapelle zu werden.

Dank sagte Schmand den vielen Pilgern, die die Kirche an diesem letzten diesjährigen Oktav-Sonntag bis zum letzten Platz gefüllt haben.

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