Jülich - Neuer Kaktus namens Stadt „Jülich"

Neuer Kaktus namens Stadt „Jülich"

Von: jan
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Sie hat die Stadt Jülich in der Hand: Elisabeth Sarnes. Foto: Jansen

Jülich. Die Stadt Jülich ist stachelig und schön zugleich. Sie kann sich an extreme Situationen anpassen und mit ganz wenig auskommen. Die Rede ist nicht von der Festungsstadt, sondern von einer Kakteen-Züchtung, die nun den Namen Stadt Jülich trägt.

Am Mittwoch haben die Kakteenfreunde Aachen und Aachener Land die Namensurkunde für das kleine, stachelige Gewächs an Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel übergeben. Die Züchtung Stadt Jülich ist ein Dankeschön an die Stadt Jülich dafür, dass sie am kommenden Wochenende zum dritten Mal mit den Rheinischen Kakteentagen zu Gast sein dürfen.

Ein Exemplar der Stadt Jülich hatten die Kakteenfreunde am Donnerstag mitgebracht. Es war stachelig und unscheinbar. „Aber wenn sie blüht, dann sieht sie sehr prachtvoll aus“, sagte Elisabeth Sarnes, die Vorsitzende der Aachener Gruppe. „Stachelig sein und gut aussehen, das passt, sagte Stommel. Auch zu der Tatsache, dass die Pflanze mit wenig Wasser auskommen kann, konnte Stommel eine übertragene Bedeutung herleiten. Schließlich müsse die Stadt Jülich, also das Mittelzentrum im Dürener Nordkreis, mit wenig Mitteln auskommen.

Die Stadt Jülich, also der Kaktus, hat Seltenheitswert. Bisher gibt es laut Norbert Sarnes, dem 2. Vorsitzenden der Deutschen Kakteengesellschaft, nur acht Exemplare der Züchtung. „Sie wird auch eine Rarität bleiben. Sie ist beim Sprossen nicht sehr bereitwillig.“ Zudem gebe es laut Sarnes bisher keine Kakteen-Art, die nach einer Stadt benannt ist.

Das Exemplar, das die Züchter am Mittwoch mitgebracht hatten, ging in die Obhut von Winfried Cremerius über. Der FDP-Politiker ist bekennender Kakteen-Freund. Er sagte, dass er sich über diese Freundlichkeit sehr freue, vor allem „in einer Phase der Depression“.

Er spielte darauf an, dass er bei der Kommunalwahl am Sonntag den Wiedereinzug in den Stadtrat verpasst hatte. Dann kündigte er an, die Stadt Jülich künftig zu hegen und zu pflegen, so dass sie bald in voller Pracht blüht. Ob ihm die Farben gefallen, wird sich dann zeigen. „Sie hat einen schwarzen Kern und rote Blüten“, sagte Elisabeth Sarnes. Ob diese Eigenschaft ebenfalls eine übertragene Bedeutung für die Festungsstadt hat, ließ sie allerdings offen.

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