Neuer Geschichtsband der Joseph-Kuhl-Gesellschaft

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
11235007.jpg
Etliche Autoren waren wieder an der Entstehung des 28. Band zur Reihe „Neue Beiträge zur Jülicher Geschichte“ beteiligt. Mit im Bild außerdem Prof. Dieter Wynands (3.v. r.) Foto: Kròl

Jülich. Ihren Hauptzweck sieht die Joseph-Kuhl-Gesellschaft, Gesellschaft für die Geschichte der Stadt Jülich und des Jülicher Landes, darin, Publikationen über die Jülicher Geschichte herauszugeben und sich dabei nicht nur auf das direkte Umfeld der Stadt zu beschränken, sondern bis an die Grenzen des ehemaligen Herzogtums Jülich zu gehen.

„Dies ist ein weit gesteckter Raum“, doch, so betonte Prof. Günter Bers, Vorsitzender der Gesellschaft, „ist es wichtig, die Kommunen dieser Region genau unter die Lupe zu nehmen.“

Zur Mitgliederversammlung hatten er und sein Vorstand in das Mädchengymnasium Jülich eingeladen, und zahlreiche Mitglieder waren gekommen. Neben den üblichen Regularien, wie Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes, stand auch die Vorstellung der jüngsten Veröffentlichung an.

Der 28. Band der Reihe „Neue Beiträge zur Jülicher Geschichte“ lag druckfrisch vor. Auf über 200 Seiten haben über 20 Autoren die neusten Erkenntnisse in der Erforschung der Jülicher Geschichte zusammengetragen. Dabei reicht das Spektrum von Untersuchungen zum Prinzip der Heliometrie über Erkenntnisse zur Fehdeansage des französischen Königs Karl IV an Wilhelm II, Herzog von Jülich, bis hin zu Untersuchungen über die Artenvielfalt von Fischen und Vögeln in und an der Rur um 1900 bis zur Gründungsgeschichte der Kirchengemeinde St. Franz Sales.

Einige kleinere Beiträge zur Geschichte der Stadt Münstereifel und über den Nideggener Pfarrer Michael Vaßen sowie Dokumentationen und Rezensionen runden das Jahrbuch ab. Darin abgedruckt sind außerdem einige Grußworte von Bürgermeistern der Region und Landrat Wolfgang Spelthahn, die zum 25- jährigen Bestehen der Joseph-Kuhl-Gesellschaft gratulieren.

„1472 Seiten hat die Joseph Kuhl Gesellschaft in den vergangenen zwei Jahren veröffentlicht“, betonte Bers in seinem Geschäftsbericht und meinte weiter, „damit haben wir die regionale Geschichtsforschung bereichert.“

Volksheiliger

Seinem Geschäftsbericht vorausgegangen war ein Vortrag von Prof. Dr. Dieter Wynands, Leiter des bischöflichen Diözesanarchivs Aachen, über einen Heiligen unserer Region. Dem heiligen Irmundus wandte er sich zu, der im 4. Jahrhundert als Eremit und Hirte auf dem Hahnerhof in Mündt bei Titz gelebt haben soll. Um diesen Volksheiligen, der auch als Schutzpatron des Viehs verehrt wird, rankt sich eine Legende.

Er soll in einem sehr trockenen Sommer seinen Hirtenstab in die Erde gestoßen haben, woraufhin eine kräftige Quelle zu sprudeln begann, aus der der Irmundusweiher gespeist wurde. Ihm wird heilende Wirkung für Mensch und Tier zugesprochen. Lange Zeit wurde der Heilige, der mittlerweile in Vergessenheit geraten ist, verehrt, und viele tausend Menschen pilgerten am 1. Sonntag im September zur Irmunduskapelle.

In den 90er Jahren wurde sie wieder renoviert . Ein Förderkreis kümmert sich um ihre Erhaltung. „Der Heilige Irmundus wird die Joseph-Kuhl-Gesellschaft sicherlich noch einige Zeit beschäftigen, gilt es doch auch zu klären, ob es sich bei ihm um eine reale oder fiktive Person handelt“, erklärte Professor Bers nach dem Vortrag seines Kollegen, dem er seinen Dank aussprach.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert