Neuer Frauenchor: Die MGJ-Ehemaligen singen nun als "anchora"

Von: Kr.
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Durch Osterferien und Erkrankungen war der Chor bei Fototermin etwas dezimiert, ansonsten finden sich stets über 20 Frauen zur Chorprobe im MGJ ein. Foto: Kròl

Jülich. Auch langfristig wirkt das Jubiläumsjahr des Mädchengymnasiums Jülich nach. Zum Ehemaligentreffen aus Anlass des 125-jährigen Bestehens hatten sich einige Schülerinnen, die auch während ihrer Zeit am MGJ im Chor tätig waren, wieder zusammengeschlossen. Sie wollten das Programm an diesem Abend bereichern.

Vor allem der Auftritt gemeinsam mit dem derzeitigen MGJ-Chor kam sehr gut bei allen Gästen an. Die jungen Frauen aber entdeckten wieder ihre Liebe zum Chorgesang und so wurde an diesem Abend die Idee zu einem Ehemaligen-Chor der MGJ-Schülerinnen geboren.

„Ich habe da gemerkt, wie sehr mir diese Gemeinschaft gefehlt hat und wie schön es ist, wenn die drei Stimmlagen sich harmonisch zusammenfinden“, erklärt eine der Beteiligten.

Beim ehemaligen Musiklehrer und Chorleiter der Schule, Günter Jansen, der sich mittlerweile im Ruhestand befindet, mussten sie keine große Überzeugungsarbeit leisten. Er war schnell bereit, die Leitung zu übernehmen und das Experiment anzugehen. 28 Sängerinnen sind es mittlerweile. Von der Idee eines Ehemaligen-Chores sind die Frauen auch abgerückt. Sie haben sich für all geöffnet, die Lust und Freude am Gesang haben.

Ob jung, mitteljung oder älter: Jede Frau, die im Herzen jung geblieben ist und Freude an der Musik hat, ist willkommen. Jüngstes Mitglied ist allerdings ein junger Mann. Der fünf Monate alte Mats begleitet seine Mutter regelmäßig zu den Proben und findet das ganz toll.

Geprobt wird stets im Jülicher Mädchengymnasium jeden zweiten Freitag im Monat von 18.30 bis 21 Uhr. Obwohl die Schule freundlicherweise die Räume zur Verfügung stellt und auch die Keimzelle hier liegt, ist der Chor eine eigenständige Einrichtung.

Die Frauen haben auch einen Vorstand gewählt, dem Katrin Bon-Dolfus als Vorsitzende vorsteht. Inzwischen wurde auch ein Name gefunden. In Anlehnung an das italienische „ancora – wieder“ haben sie sich für „anCHORA“ entschieden.

Bis zu ihrem ersten Auftritt wollen es die Frauen und ihr Chorleiter allerdings langsam angehen lassen. Sie wissen, dass sich dieser Chor entwickeln muss. Diese Zeit wollen sie sich geben. Schließlich soll er kein Strohfeuer sein, sondern eine dauerhafte Einrichtung. „Ein guter Chor ist ein Dauerexperiment, das sich Monat für Monat und Jahr für Jahr bewähren muss“, sagt der Chorleiter.

Musikalisch hat er zwei Richtungen vorgegeben. Zum einen beschäftigen sich die Frauen mit Chorbearbeitungen aus der Film-und Popmusik sowie Musicals, zum anderen mit dem klassischen Chorgesang, schwerpunktmäßig Brahms und andere Komponisten der Romantik, die die Hochzeit der Frauenchöre war.

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