Jülich - Neuer Besucherrekord im Kulturbahnhof Jülich

Neuer Besucherrekord im Kulturbahnhof Jülich

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Steigt auch schon mal aufs Dach: Geschäftsführer Cornel Cremer an der Programmtafel. Da ist reichlich zu tun. Foto: Uerlings

Jülich. Die große Halloween-Party am Montagabend in Jülich? Im Kulturbahnhof, wo sonst! Kleinkunst, Musik, Kabarett? im KuBa. Wo feiern die neuen FH-Studierenden nach ihrer Rallye durch die Stadt. Sie ahnen es. Brauchtum? Bahnhofstraße 13. Und vor allem: Die Jugend- und Kultureinrichtung hat der Stadt vor Jahren wieder ein Kino geschenkt.

Unter dem Strich hat das kleine Team um Geschäftsführer Cornel Cremer im vergangenen Jahr 34.000 Besucher begrüßt. Rein rechnerisch war also 2015 jeder Einwohner der Stadt einmal im Kulturbahnhof. Das ist der nächste Besucherrekord. Was mag im Geburtstagsjahr folgen, denn der alternativ genutzte Bahnhof feiert das 20-Jährige?

All genannten Angaben stammen aus dem Jahresbericht, den Cremer im September der Jülicher Politik übermittelte und für den er wiederum reichlich Lob einheimste. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Es gibt immer mehr Veranstaltungen, die Besucher kommen in Scharen, es wird also immer voller. Die Einrichtung ist im Jülicher Kulturleben mithin unersetzlich. „Wir stoßen langsam an unsere Grenzen“, sagt der Geschäftsführer, der vom Trägerverein „Kultur im Bahnhof“ bestellt wurde, am Montag im Gespräch mit der Redaktion.

Die Antwort auf die Frage nach dem Erfolgsrezept kommt wie aus der Pistole geschossen: „Die Mischung macht‘s, wir bedienen nicht nur Sparten. Die Geburtstagsparty am Samstag zum Beispiel, da reichte das Spektrum von 18-Jährigen bis zum Rentenalter.“ Die Programmpalette ist so bunt, dass es sich fast beißt: ob Punkmusik oder Schlager, Karnevalsfeiern – traditionell oder alternativ –, und Metal-Konzerte, Science Slam und Comedy.

Ein jeckes Zuhause

„Der Kulturbahnhof ist längst ein Zuhause für den Jülicher Karneval geworden“, schreibt Cremer im Jahresbericht. Fast alle innerstädtischen KGs buchen den Bahnhof: CCKG, Rursternchen, Rurblümchen, Ulk, Herzogstädter oder auch die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus. Inzwischen gibt es auch hier eine Entwicklung hin zu neuen Formaten. Der Jülicher Thomas Beys hat im KuBa die Reihe „Loss mer singe“, die in Köln Kult-Status genießt, etabliert. Mit einer Mädchen- und nun auch Lametta-Sitzungen gibt es weitere stark nachgefragte neue Angebote.

Halloween am Montag – inklusive Gruselclown-Kontrolle an der Tür – war wieder eher was für die Jüngeren, denen schon mal nachgesagt wurde, dass sie nicht mehr so häufig in den Kulturbahnhof gingen. „Man kann jedenfalls nicht sagen, dass hier nichts für sie läuft“, sagt Cornel Cremer überzeugt, obschon er einräumt, dass die jüngere Generation inzwischen etwas schwerer zu erreichen ist. „Die bleiben eher mal zu Hause und gehen nicht mehr ganz so viel raus.“

Fenster, Türen, Treppen

Die größte Baustelle ist aus Sicht des Geschäftsführers das Gebäude selbst, auch wenn hier etwas passiert. Cornel Cremer: „Die Keller-WCs werden gerade saniert, die Probenräume für Bands auch.“ Viele Fenster und Türen stammen indes noch aus Zeiten, als der Bahnhof keine „Kultur“ hatte. Hier bestehe auch aus energetischen Gründen Handlungsbedarf. Noch dringender ist wohl die Treppenanlage vor dem Haus. Sie ist baufällig und „stellt damit eine Unfallgefahr für unsere Besucher dar“, ist im Jahresbericht zu lesen. Cornel Cremer setzte aber am Montag nach: „Es gibt kein Problem, das brennt.“

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