Neue Struktur: Aldenhoven bebaut Brache im Kernort

Von: gep
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Am Rand des Plangebiets entstehen schon Baugrundstücke.
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Brache im Kernort: Rund sechs Hektar an der Niedermerzer Straße und der Mätthäusstraße sollen eine „komplett neue Struktur“ erhalten. Foto: gep

Aldenhoven. Die Gemeinde Aldenhoven geht jetzt die Brachflächen im Kernort an – mit dem Bebauungsplan 62 A – Niedermerzer Straße. Rund sechs Hektar zu beiden Seiten der Niedermerzer Straße sollen für Wohnbebauung und Gewerbeansiedlungen hergerichtet werden.

Denn es „besteht ein dringender Handlungsbedarf zur Wahrung der städtebaulichen Ordnung“, sagt Bürgermeister Lothar Tertel. Auch gehe es hier um „eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozial gerechte Bodennutzung“.

Die dortige Gemengelage sei gekennzeichnet durch „Leerstände sowie Unter- und Mindernutzungen“. Das Areal stelle „einen städtebaulich nicht mehr vertretbaren Missstand dar“. Hier müssten jetzt die planerischen Weichen für die Zukunft Aldenhovens gestellt werden. Es stehe, so Baudezernentin Anita Klotz, ein „großes Projekt“ an, das „im Einvernehmen mit den Eigentümern“ gestemmt werden müsse.

Nach Einschätzung des scheidenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Reinhard Paffen ist das Gebiet, im Flächennutzungsplan schon als Mischgebiet ausgewiesen „die attraktivste Fläche“ der Gemeinde. Das Areal beinhalte aber beträchtliche Altlasten, die etwa von den einstigen Schrottplätzen herrührten. Wie Paffen spricht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven („Ein Riesending“) dafür aus, dort „auf jeden Fall“ auch Gewerbeansiedlungen zu ermöglichen.

Allerdings warnte der Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Dieter Froning, vor „Mischmasch“ und „Wildwuchs“. Man müsse sich klarwerden, was „wir als Aldenhovener wollen“. Bisherige Praxis sei, dass ein Bauherr, sofern er nur Grund erwerbe, sehr großzügig verfahren könne.

Der Planbereich, der laut Tertel gut über die Matthäusstraße und Niedermerzer Straße zu erschließen sei, zentralörtlich liege und kurze Wege zum Nahversorgungsbereich biete, soll eine „komplett neu Struktur“ erhalten.

Die Fläche grenzt südlich an die ehemalige Bahntrasse (heute ein Fahrradweg) und nördlich an das Plangebiet des Bebauungsplans 35 A – Am Schwanenkamp. Östlich grenzt der Planbereich an den Geltungsbereich des Bebauungsplans 15 A – Neu Pattern und überlagert diesen etwa an den Rändern.

Ziel der Planung ist laut der Vorlage der Gemeindeverwaltung die Schaffung von Wohnraum und von Flächen für die Ansiedlung von Kleingewerbe im Zusammenhang mit dem dort bereits vorhandenen Angebot unter Einbeziehung von ökologisch weniger wertvollen Innenbereichsflächen unter Ausnutzung bereits vorhandener Infrastrukturen und ohne Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen. Zugleich sollen durch den Bebauungsplan private Bauanfragen abgeblockt werden können, um eine Gesamtplanung realisieren zu können.

Die Aufstellung des Bebauungsplans soll laut Tertel im beschleunigten Verfahren erfolgen. Dies bedeutet nur eine Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit und der berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Es entfallen unter anderem im Verfahren auch die Umweltprüfung, der Umweltbericht, die zusammenfassende Erklärung und das Monitoring.

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