Neue Rettungswache in Mersch fürs Jülicher Land

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
14951495.jpg
Unmittelbar am Ortseingang von Mersch an der Alten Reichsstraße befindet sich nun die Rettungswache „Jülich-Ost“. Von hier aus erschließt der Malteser Hilfsdienst vor allem den Jülicher Nordosten, die Gemeinde Titz und Teile von Linnich. Foto: Uerlings
14951497.jpg
Landrat Wolfgang Spelthahn überreicht Wolfgang Heidinger (Malteser) den symbolischen Schlüssel für den Neubau. Foto: Uerlings

Mersch/Jülicher Land. Wenn‘s drauf ankommt, zählt jede Minute. Der Rettungsdienst im Nordkreis Düren ist nun noch schneller. Im Jülicher Ortsteil Mersch stellt eine neue Rettungswache sicher, dass im Ernstfall allen Menschen binnen zwölf Minuten geholfen werden kann.

Mit diesem Bau folgte der Kreis Düren den Empfehlungen des Gutachters im Rettungsdienstbedarfsplan, der 2014 erneuert wurde. „Er stellte fest, dass wir gut aufgestellt sind, hat aber auch Lücken erkannt, das Mindestziel von zwölf Minuten Erreichbarkeit zu gewährleisten“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am Montag bei der Einweihung der Einrichtung, die vom Malteser Hilfsdienst (MHD) Jülich betrieben wird.

Der MHD ist mit seinem Rettungsdienstteam von der Wache Am Mühlenteich nach Mersch umgezogen, bleibt aber mit seinen erweiterten (sozialen) Diensten im Jülicher Gewerbegebiet Königskamp präsent, wie Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger am Montag informierte.

Einsatzorte

Durch die neue Wache werden vor allem der Nordosten der Stadt Jülich und die Gemeinde Titz bis zum Autobahnkreuz Jackerath besser erschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass der Rettungswagen und der Krankentransportwagen von Mersch aus nur in diesem Areal eingesetzt werden. Wie Kreisdezernent Peter Kaptain erklärte, sei der Rettungsdienst so organisiert, dass grundsätzlich bei jedem Notfall immer die Rettungsfahrzeuge in Gang gesetzt werden, die dem Einsatzort am nächsten sind. Daher könnte ein RTW aus Mersch durchaus auch einmal nach Niederzier oder sogar Düren entsandt werden – und umgekehrt.

„Wir erreichen nun mindestens überall zwölf Minuten, in vielen Bereichen sogar das Optimum von acht Minuten“, informierte Wolfgang Spelthahn am Montag. Beim Neubau (260 Quadratmeter Fläche) in Mersch seien sowohl der Kostenrahmen von 950.000 Euro inklusive Grundstück als auch der Zeitplan von acht Monaten eingehalten worden. Der Kreis, der den Rettungsdienst inzwischen als „Anstalt des öffentlichen Rechts“ organisiert hat, bleibe bei seinen bewährten Partnern: Die Malteser seien bereits seit 65 Jahren in der Notfallrettung hier aktiv.

„Es geht ein Kapitel zu Ende, und wir öffnen zugleich ein neues“, sagte Wolfgang Heidinger für den MHD, der sich nun im Stadtgebiet Jülich zweiteilt.

Wolfgang Gunia, stellvertretender Bürgermeister, hatte den Neubau genau unter die Lupe genommen und urteilte: „Eine prächtige Wache, modern und hell.“ Das sei ein schöner Tag für die Stadt Jülich. Den kirchlichen Segen bei der Einweihung spendete Gemeindereferentin Claudia Tüttenberg von der Pfarrei Heilig Geist Jülich.

Im Nordkreis Düren gibt es nun vier Rettungswachen: Jülich-Mitte (Deutsches Rotes Kreuz), Jülich-Ost (Malteser Hilfsdienst), Linnich (MHD) und Niederzier-Huchem-Stammeln. Im gesamten Kreis Düren sind in neun Wachen täglich 18 Fahrzeuge einsatzbereit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert