Neue Presbyter in der evangelischen Gemeinde Jülich

Von: jago
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„Ein Tag, der aus dem Rahmen fällt“: Die Evangelische Kirchengemeinde Jülich feierte am Sonntag „Laetare“ die Berufung ihrer neuen Presbyter. Foto: Jagodzinska

Jülich. Im Ablauf des Kirchenjahrs begehen Christen in der Mitte der Fastenzeit den Sonntag „Laetare“, das Wirken Gottes als Antwort auf ihre Verfehlungen steht im Mittelpunkt. Übersetzt heißt „laetare“ sich freuen, und so ist die Botschaft dieses Tages die Freude darüber, dass der Mensch, der nicht durch seine Werke frei von Verfehlungen werden kann, auf Gottes Hilfe vertrauen darf.

Für die Evangelische Kirchengemeinde Jülich war dieser Sonntag aus einem weiteren Grund ein Tag der Freude und „ein Tag, der aus dem Rahmen fällt“, wie es Pfarrer Horst Grothe formulierte. Der Anlass war die turnusmäßige Berufung der Presbyter für die Amtszeit von vier Jahren. Neben zwölf Gemeindemitgliedern gehören dem Presbyterium ein Mitarbeiterpresbyter und die Pfarrer an.

Den etwas sperrigen Begriff „Presbyter“ verdeutlichte Pfarrer Dr. Udo Lenzig sehr zutreffend mit der Beschreibung: „Menschen, die ganz viel Kraft und Zeit investieren in unsere Kirchengemeinde“. Die Aufgaben der Presbyter sind vielfältig, sie entscheiden im Rahmen der Kirchenordnung über alle finanziellen, verwaltungstechnischen, religiösen und rechtlichen Angelegenheiten.

Anspruchsvolles Ehrenamt

Es sei nicht selbstverständlich, ein derart anspruchsvolles Ehrenamt ohne finanzielle Zuwendung auszuüben, und so würdigte Pfarrer Lenzig das Engagement der aktiven Christen in der Evangelischen Kirchengemeinde Jülich: „Es erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit, dass Verantwortung übernommen wird.“

Der Dank schloss auch die fünf aus dem Presbyterium ausscheidenden Mitgliedern ein, die sich in der Vergangenheit intensiv in die Gemeindearbeit eingebracht haben. An die zum Gottesdienst gekommene Gemeinde richtete Pfarrer Lenzig die Aufforderung, die neuen Presbyter in ihrem Amt anzunehmen und ihnen zu helfen, „dass sie in ihrem Einsatz nicht müde werden“. Mit Passagen aus Briefen von Paulus an Timotheus oder an Titus zeigte Pfarrer Grothe in seiner Predigt Anforderungen auf, die in früheren Zeiten an Presbyter gestellt wurden. Die Zeiten haben sich geändert, die Anforderungen haben sich ebenso angepasst, war dem Kontext zu entnehmen. In Anlehnung an die „Barmer Theologische Erklärung“ verdeutlichte er den Zusammenhalt zwischen Presbyterium und Gemeinde: „Mit der Ausübung eines Amtes geht kein Anspruch auf Führung hervor. Jeder ist berufen, den christlichen Glauben zu leben.“ Dem Gottesdienst folgte ein zwanglosen Gedankenaustausch im Bonhoeffer-Haus.

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