Linnich - Neue Linnicher Hundertschaft auf vier Pfoten

Neue Linnicher Hundertschaft auf vier Pfoten

Von: ojo
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„Steuerzahler“ Dexter hat nach der Zählung in Linnich eine erkleckliche Zahl neuer abgabepflichtigen Artgenossen bekommen. Foto: Jonel

Linnich. Die Hundezählaktion, die die Stadt Linnich Ende 2012 in Auftrag gegeben hat, macht sich in Euro und Cent bezahlt. Sie beschert der Stadt zusätzliche Einnahmen von 7350 Euro. Die Summe reduziert sich um gut 5000 Euro, die die Zählung gekostete hat, aber in einer dauerklammen Kommune ist der verbleibende Rest eine willkommene Einnahme.

Zwischen Dezember 2012 und Ende Januar 2013 waren die Zähler von Tür zu Tür gewandert und hatten nach dem Haushaltsmitglied Hund gefragt oder auf unmissverständliche Lautäußerungen gelauscht. Das Ergebnis hellte die Miene des Kämmerers auf. Nach dem Abgleich mit der Liste des Bestands an bekannten und Steuer zahlenden Caniden und den gezählten ergab sich ein Unterschied von 102 Hunden. Deren Besitzer beherbergten ihren „besten Freund“ in ihren vier Wänden, ohne Obolus an die Stadt zu entrichten. Exakt aufgeschlüsselt handelte es dabei um 75 Ersthunde (+ 4500 Euro), 24 Zweithunde (+ 2400 Euro) sowie drei Dritt- oder weitere Hunde (+ 450 Euro). Da dieses Ergebnis bereits Anfang des Jahres absehbar war, hatte die Kämmerei den Posten Hundesteuer im Etatentwurf 2013 um 7400 Euro auf 83 000 Euro angehoben.

Die Zählung zieht neben der Erkenntnis, dass der Aufwand sich trotz der Kosten gerechnet hat, eine Absicht nach sich. Die Linnicher Verwaltung schlägt vor, die Hundezählung zu wiederholen. Als Zählzeitraum wird 2016/2017 angepeilt. Das ist aber nicht alles zum Thema Hundesteuer beziehungsweise Luxussteuer, denn um eine solche handelt es sich. Die Stadtverwaltung wird zum 1. Januar 2014 eine Erhöhung der Abgabe für den ersten Hund vorschlagen. Linnich zählt zu den vier günstigsten Kommunen im Kreis beim Hundesteuersatz. Mit 60 Euro pro Jahr und Ersthund ist das Städtchen an der Rur geradezu eine Steueroase im Vergleich zu der Gemeinde Langerwehe, wo der Ersthund mit 85 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Der durchschnittliche Steuersatz liegt im Kreisgebiet bei 70 Euro. Die Steuerschraube bei Bello und Bello anzuziehen, hatte bereits 201/12 die Gemeindeprüfungsanstalt der Stadt Linnich als Empfehlung in die Prüfkladde geschrieben.

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