Neue Leiterin der Kommunikationsabteilung im Forschungszentrum

Von: hfs.
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Dr. Anne Rother ist neue Leiterin der Unternehmenskommunikation im Forschungszentrum Jülich. „Eine schöne, spannende und vielfältige Aufgabe”, sagt die 45-jährige Germanistin. Foto: hfs.

Jülich. Zuletzt hat sie für NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart als Redenschreiberin fungiert. Eine Aufgabe, die ihr großen Spaß machte. „Aber eine spezialisierte” sagt Dr. Anne Rother. Als sich dann die Möglichkeit ergab, in einer so großen und bekannten Einrichtung wie dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) Verantwortung für die gesamte Kommunikation zu übernehmen, konnte die 45-Jährige nicht wiederstehen.

Sie bewarb sich und ist nun neue Leiterin der FZJ-Unternehmenskommunikation.

Drei Jahre lang bestimmten die Themenfelder Wissenschaft, Forschung und Technologieentwicklung den beruflichen Alltag der promovierten Germanistin. Drei Jahre lang war Dr. Anne Rother in Düsseldorf präsent. Und arbeitete für Minister Pinkwart doch nur im Hintergrund. Jetzt tritt sie stärker ins Blickfeld. „Sind sie ein bisschen aufgeregt?” Die Frage bejaht Rother lächelnd. Vielleicht weiß sie, dass ihr die Anspannung in diesem Moment anzusehen ist.

Die Nervosität legt sich erst, als Bundespräsident Horst Köhler zum Besuch der Forschungsstätte vorfährt. Anne Rother ist Profi genug, um zu wissen, dass jetzt ein Rädchen ins andere greifen muss, das Protokoll das Sagen hat. „Ein solcher Spitzentermin wie dieser wird lange vorbereitet.

Als ich im Februar nach Jülich kam, waren die Eckpunkte des Besuchs längst festgezurrt. Und so muss das auch sein.” Beteiligt ist sie selbstverständlich an der Manöverkritik nach dem Besuch. „Wenn ein Termin unter dem Strich sehr positiv verlaufen ist, muss man sich auch einmal darüber freuen können.” Aber dann müsse man auch schauen, wo noch Verbesserungen möglich sind. „Beide Aspekte hat es in unserer Manöverkritik gegeben.”

Dr. Anne Rother wurde im Westerwald geboren und wechselte in der zweiten Hälfte ihres Germanistikstudiums nach Bonn, wo sie auch promovierte. Schon als Schülerin und spätere Studentin schrieb sie als freie Mitarbeiter für die Heimatzeitung, behielt dies bei, „denn journalistisch tätig zu sein ist schön und spannend”.

Den Berufseinstieg als Journalistin fand sie beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Erzbistum Köln, gleichzeitig ihr Start in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Danach folgten einige Jahre bei der Kultusministerkonferenz (KMK), zu deren Pressesprecherin Rother avancierte. In spannenden Zeiten, wie sie betont, „denn es begannen die Diskussionen und kontroversen Debatten um die Rechtschreibreform.”

Eine Zeit, in der sie viel gelernt habe, bekennt sie. Und erwähnt, dass sie für den Aufbau des ersten Internet-Auftritts der KMK verantwortlich war. Ein Technik-Freak ist sie freilich nicht. „Ich bin vor allem interessiert, welche neuen Möglichkeiten Technik bietet, finde es zum Beispiel sehr spannend, wie das Medium Internet unsere Kommunikation verändert.”

Von der KMK wechselte sie als Redakteurin in eine PR-Agentur nach Düsseldorf, von dort zur Helmholtz-Gemeinschaft, die damals die programm-orientierte Förderung einführte. Anne Rother lernte so die einzelnen Helmholtz-Forschungszentren kennen. „Von da kommt mein Kontakt zum Forschungszentrum. Und der blieb auch in meiner Zeit bei Minister Pinkwart.” Punktuell hatte sie dabei auch mit der Jülicher Unternehmenskommunikation zu tun. Manchmal, so gesteht sie, habe sie gedacht, was für eine schöne und vielfältige Aufgabe die Kommunikationsleitung in einer solchen Forschungseinrichtung sei. Die Stellenausschreibung der Herzogstädterer ließ den Traum Wirklichkeit werden.

Ist das FZJ auf dem beruflichen Werdegang nur eine weitere Durchgangsstation für Dr. Anne Rother? Sie zögert, sagt, dass sie sich diese Frage noch nicht gestellt habe. Sie sei ja gerade erst einmal froh, angekommen zu sein. „Ich möchte mich hier in einem großen Themenfeld sorgfältig einarbeiten. Die Dinge mit einem längeren Atem angehen und aufarbeiten.” Gerade die Möglichkeit, Themen auch über einen längeren Zeitraum zu verfolgen, mache für sie den Reiz aus.

Ob ihr das für die restliche Lebensarbeitszeit genügt, darüber macht sich die leidenschaftliche Läuferin und Yoga-Anhängerin keine Gedanken. „Wissenschaft verständlich machen und Forschungsstrategie überzeugend darstellen”, umschreibt Rother ihre Ziele. Es mache ihr Freude, mit einem leistungsfähigen Team zu arbeiten, mit Leuten, die sich auskennen, die ihr Fach beherrschen.

Zu ihrem Aufgabenspektrum gehört die ganze Palette der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit. „Auch an der Qualität der Veranstaltungen wird eine Kommunikationsabteilung heute gemessen. Denn ohne die kommt man schon lange nicht mehr aus.” So laufen jetzt schon die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür am 6. September, der als „Tag der Neugier” firmiert, auf Hochtouren. Es sei ja ihr erster, sagt Anne Rother, und sie sei jetzt schon gespannt. „Was ist faszinierender, als Forscher zu erleben, die mit Leidenschaft ihre Arbeit zeigen?”
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