Neue LED-Leuchten: „Stromkosten gespart in aller Heimlichkeit”

Von: gep
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Sie sind effizient und wurden in Aldenhoven im Erfolg getestet: LED-Energiesparlampen. Foto: Peters, Imago/Jochen Tack

Aldenhoven. „In aller Heimlichkeit” hat die Aldenhovener Baudezernentin Anita Klotz stromsparende und langlebige LED-Straßenlampen installiert, um die Reaktion der Bevölkerung zu testen. In der Martinusstraße wurden acht und in der Frauenrather Straße drei Lampenköpfe mit LED ausgetauscht.

Klotz wollte wissen, ob das Licht der Leuchtdioden kalt wirkt oder ob die Lampen blenden. Doch es kamen keine Klagen oder Beschwerden aufgrund dieser „Probemaßnahme”. „Es hat ganz gut funktioniert”, stellt sie fest. „Im Ergebnis ist es sehr gut”.

In einer klammen Kommune wie Aldenhoven stellt sich die Kostenfrage immer mit Nachdruck, so Klotz, zumal die Straßenbeleuchtung in jeder Stadt oder Gemeinde der größte Stromfresser ist. Bisher waren LED-Lampenköpfe mit 800 Euro etwa doppelt so teuer wie Natriumdampflampen. Mittlerweile habe sich das Preisniveau angeglichen, so dass die elf modernen Lampen angeschafft werden konnte. Zudem sei der Preis auch immer Verhandlungssache.

Die alten Quecksilberdampflampen sind in Aldenhoven längst aus dem Verkehr gezogen. Die Kommune hat derzeit 1800 Straßenleuchten in Betrieb. Pro Jahr fallen für den Unterhalt 60.000 Euro an. Hinzu kommen 100.000 Euro an Stromkosten, das ist die Höhe der Abschlagszahlungen. Muss eine Straßenleuchte komplett ausgetauscht werden, einschließlich des Fundaments, sind 1800 bis 2000 Euro fällig. Das ist, so klagt die Baudezernentin, immer öfter der Fall, weil sich die Vandalismus-Schäden häufen.

Von den LED-Leuchten verspricht sich Klotz „erhebliche Kosteneinsparungen”, die sie konservativ mit 20 Prozent beziffert. Damit werde „die Investition mehr als schnell hereingeholt”.

Quecksilberdampflampen wurden seit Mitte der sechziger Jahre eingesetzt, sie lösten die Leuchtstofflampen ab. Sie haben aber eine schlechte Energieeffizienz und ein insektenschädliches Lichtspektrum.

Nach der EU-Ökodesign-Richtlinie und deren nationaler Umsetzung, dem Energiebetriebene-Produkte-Gesetz (EBPG), dürfen die Energiefresser einigen Jahren nicht mehr verkauft werden.

Die Natriumdampf-Niederdrucklampe hat zwar eine höhere Energieeffizienz und lockt Insekten nicht so stark an, doch ihr Licht kann nicht richtig gebündelt werden, so dass der Beleuchtungswirkungsgrad gering bleibt.

Auch verhindert das einfarbige (monochromatische) Licht die Farberkennung, was das Wohlbefinden und die Sicherheit deutlich einschränkt. LED-Leuchten bedeuten dagegen besseres Licht bei deutlich geringerem Stromverbrauch.

Eine durchschnittliche LED-Laterne benötigt im Betrieb lediglich 40 Watt. „Hohe Lichtausbeute” heißt die Zauberformel. Da Leuchtdioden nur wenig Wärme produzieren, wird eine sehr hohe Energieeffizienz erreicht.
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