Jülich/Linnich - Neue Krankenhaus-Schwerpunkte gesucht

Neue Krankenhaus-Schwerpunkte gesucht

Von: Volker Uerlings
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Weitreichende Beschlüsse zur Zukunft des Jülicher Krankenhauses hat der ctw-Aufsichtsrat noch nicht getroffen, aber beide Häuser im Nordkreis sollen besondere Schwerpunkte entwickeln. Foto: Uerlings

Jülich/Linnich. Unverrückbare Fakten hat der Aufsichtsrat der Caritas-Trägergesellschaft West (ctw), die im Nordkreis die Krankenhäuser Jülich und Linnich betreibt, bei seiner Sitzung am Donnerstag noch nicht geschaffen. Wie berichtet, hat sich das Gremium mit Vorschlägen befasst, die beiden Einrichtungen – vor allem aber Jülich – in Zukunft wirtschaftlicher betreiben zu können.

Einer dieser Vorschläge sieht vor, alle Operationen künftig nur noch in Linnich vornehmen zu lassen, weil die Jülicher OP-Säle mit hohem Aufwand saniert werden müssten. Einen Beschluss darüber gab es nicht. Wie unsere Zeitung erfuhr, hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung beauftragt, für jedes Krankenhaus besondere „Schwerpunkte“ und damit eine stärkere Profilierung zu entwickeln.

Das sagte ein ctw-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Das solle mit den vorhandenen Teams geschehen, also nicht mit einer Reduzierung der Belegschaft einhergehen. Und eine Standortschließung habe nicht zur Debatte gestanden. Viele Gerüchte hatten zuletzt in Stadt und Kreis die Runde gemacht. Ein offizielles Statement der ctw gab es indes auch am Freitag nicht.

Die beiden Häuser firmieren seit 2017 als „Nordkreiskliniken“ und beschäftigen etwa 250 Menschen in Linnich und 350 in Jülich. Landrat Wolfgang Spelthahn hatte gegenüber unserer Zeitung auf die auch ihm zugetragenen Spekulationen reagiert und ein Schreiben an die ctw angekündigt, bei dem der Träger die Perspektive beider Krankenhäuser aufzeigen solle.

„Ich stehe Seite an Seite mit dem Landrat, und wir werden für die Standorte in unserer Region kämpfen“, sagte der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs im Gespräch mit unserer Zeitung. Er werde die weitere Entwicklung genauestens beobachten, biete der ctw-Leitung jederzeit Gespräche an und freue sich, die neue Geschäftsführung des Trägers kennenzulernen. Fuchs: „Wenn wir helfen können, werden wir helfen.“

 

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