Neue Köpfe im Jülicher Krankenhaus

Von: ptj
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Standen im Fokus der Feierstunde des St. Elisabeth-Krankenhauses Jülich (v.l.): CTW-Geschäftsführer Gábor Szük, Chefarzt Andreas Pieper, Chefarzt Dr. Christoph Walter, sein Vorgänger Dr. Michael Behnke und CTW-Geschäftsführer Bernd Koch. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. Mit guter Laune, vielen Lobreden und einer Prise Humor präsentierten die Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), Gábor Szük und Bernd Koch, im Bürgerhaus Lich-Steinstraß zwei neue Chefärzte im St. Elisabeth-Krankenhaus und entließen gleichzeitig Dr. Michael Behnke „gesund in den Ruhestand“.

Der verabschiedete sich mit vielen Dankesworten und einem Hauch Wehmut: „Leb‘ wohl Jülich und bewahre unser Krankenhaus in deinem Herzen.“ Als ehemaliger Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin prägte Behnke 18 Jahre lang die Abteilung und baute „neben einer gut positionierten gastroenterologischen Ausrichtung“ mit seinem Team einen kardiologischen und einen pneumologischen Schwerpunkt auf.

„Diese Schwerpunkte gehen sowohl vom Umfang als auch von der Qualität weit darüber hinaus, was man von einem Krankenhaus der Regelversorgung erwarten kann“. Diese lobenden Worte sprach Behnkes Nachfolger Dr. Christoph Walter, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie sowie medikamentöse Tumortherapie.

Auch die stärkere Verzahnung zwischen der stationären und ambulanten medizinischen Versorgung, anderswo leider noch keine Selbstverständlichkeit, werde in Jülich „schon längst gelebt“. Gleichzeitig stellte Walter, wie alle seine Vorredner, die Verdienste des leitenden Oberarztes Dr. Johannes Kuth heraus, der die Abteilung mit viel Kompetenz ein Jahr lang kommissarisch geführt hatte.

Walter nahm das „geriatrische Assessment“ in den Blick. Eine gute Infrastruktur in der Betreuung von Patienten mit den häufigsten Tumorarten, wie Bronchialkarzinomen oder bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, bestehe bereits. Eine wöchentliche, interdisziplinäre Tumorkonferenz in enger Anbindung mit der chirurgischen Abteilung von Dr. Klaus Hindrichs sei im Aufbau.

Eine Vernetzung mit medizinischen Oberzentren werde weiter vertieft, das jetzt „schon sehr breit aufgestellt endoskopische Spektrum“ werde kontinuierlich erweitert. Als größte Herausforderung sieht Walter die Gesundheitspolitik, die „die medizinische und pflegerische Versorgung von Patienten zunehmend unter dem Aspekt einer wirtschaftlichen Dienstleistung sieht“.

Die neue Hauptfachabteilung Geriatrie und interdisziplinäre Altersmedizin leitet nun Andreas Pieper, Facharzt für Innere Medizin und Klinische Geriatrie. Pieper baute mit seinem Team die geriatrische Versorgungsstation S1 und damit das Leistungsspektrum der neuen Fachabteilung auf.

Nach den Worten Kochs ist Pieper, dessen „trockener Humor“ mehrfach betont wurde, im Hause „gut gelitten, empathisch und freundlich“. Pieper betonte, das „geriatrische Team aus pflegenden Therapeuten, Sozialdienst, Ernährungsberatern und uns Ärzten“ blicke weiter zuversichtlich in die Zukunft.

Der ärztliche Direktor Dr. Klaus Hindrichs wünschte sich im Namen des Krankenhauses „Interdisziplinarität, Fachlichkeit und Menschlichkeit“ und fügte hinzu: „Ich bin sicher, wir leben das weiter“.

Der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs stellte heraus, „das eigene Krankenhaus mitten in der Stadt ist ein weitaus größerer Standortvorteil als beitragsfreie Kitas“. Geriatrie-bezogen sei Jülich bereits auf einem „ganz tollen Weg“.

Obwohl die Schließung der gynäkologischen Abteilung 2013 „betriebswirtschaftlich gesehen alternativlos war“, wäre allerdings die Ortsmarke „geboren in Jülich im Ausweis schon eine tolle Sache“.

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