Neue Informationsbroschüre für Umgang mit hyperaktivem Kind

Von: dama
Letzte Aktualisierung:
Der AD(H)S-Arbeitskreis Düren
Der AD(H)S-Arbeitskreis Düren stellt die neue Informationsbroschüre vor. Foto: Martinak

Birkesdorf. Schon in der Steinzeit soll AD(H)S eine Krankheit gewesen sein. Und dennoch sei bis heute nicht bekannt, welche Ursachen das Aufmerksamkeitsdefizit-störungs- und Hyperaktivitäts-Syndrom hat.

„Drei bis fünf Prozent der Kinder leiden darunter, und auch das Umfeld wird starken Belastungen ausgesetzt”, erklärt Bodo Müller, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Birkesdorfer Marien-Hospital. Gerade deshalb sei es wichtig, für Aufklärung und den richtigen Umgang mit den an AD(H)S erkrankten Menschen zu sorgen.

Angebote zur Diagnostik

Bereits zum zweiten Mal erscheint aus diesem Grund eine Informationsbroschüre des „AD(H)S Arbeitskreises Düren”. Neben Müller, der den Arbeitskreis mit Margret Sieben vom regionalen Bildungsbüro des Kreises leitet, gehören auch die Jugendämter von Stadt und Kreis dem Gremium an. Die in einer Auflage von 900 Exemplaren gedruckte Broschüre enthält eine Übersicht der in Stadt und Kreis angesiedelten Institutionen, die spezielle Angebote zur Diagnostik, Behandlung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S haben.

„Ziel des Arbeitskreises ist es, neben dem fachlichen Austausch, Elterntrainings und Fortbildungen zu organisieren, auch die an der Diagnostik und Behandlung beteiligten Berufsgruppen zu vernetzen”, erklärt Müller. Störungen der Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität führten im Kindesalter oft zu Beeinträchtigungen. „Die Kinder können sich nur schwer konzentrieren und nicht lange auf eine Sache. Sie neigen zu Chaos”, weiß auch Wolfgang Verhaaren, Schulleiter der Bürgewaldschule in Düren. Dies mindere häufig die soziale Integration und reduziere die Lebensqualität der Kinder und deren Eltern.

Dabei können schon eine klare Struktur und ein geregelter Tagesablauf dazu beitragen, den Alltag erträglicher zu gestalten.

Die enge Zusammenarbeit zwischen behandelnden Ärzten, Fachtherapeuten, Erziehern, Lehrpersonen, der Jugendhilfe und der Familie sei enorm wichtig, sind sich auch Dürens Bürgermeister Paul Larue und Kreisdirektor Georg Beyß einig.

Die Broschüre im Internet: www.marien-hospital-dueren.de
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert