Neue Idee: Jülicher Atomkugeln zurück nach USA

Von: dpa
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Jülich Castor atom
Für den strahlenden Abfall des stillgelegten Atomversuchsreaktors in Jülich gibt es eine neue Idee: Die in Castor-Behältern gelagerten „Atomkugeln” sollen zurück ins Lieferland USA. Foto: dpa

Jülich. Für den strahlenden Abfall des stillgelegten Atomversuchsreaktors in Jülich gibt es eine neue Idee: Die in Castor-Behältern gelagerten „Atomkugeln” sollen zurück ins Lieferland USA.

Erste Gespräche darüber mit dem US-Energieministerium seien positiv verlaufen, teilte das Forschungszentrum Jülich am Freitag mit. Die USA hätten sich offen für eine solche Lösung gezeigt.

Seit langem wird darüber gestritten, was mit dem Brennmaterial des ehemaligen Forschungsreaktors geschehen soll. Die Genehmigung, den Abfall in Jülich zu lagern, läuft aus, doch inzwischen wurde eine Verlängerung bis 2016 soll beantragt werden. Gegen einen geplanten Transport ins Zwischenlager Ahaus mit vielen Fahrten durch bewohnte Gebiete regt sich Widerstand.

Bislang sind sich Land und Bund - beide sind Gesellschafter des Forschungszentrum - nicht einig: Der Bund als Mehrheitsgesellschafter wollte den Abtransport nach Ahaus, das für die Sicherheit zuständige Land die Kugeln lieber in Jülich lassen. Beide unterstützen jetzt die Option USA, die zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten erwogen werde, teilte das Zentrum mit.

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