Neue Garten-Landschaft und Känguru-Gehege im Brückenkopfpark

Von: Volker Uerlings
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Park-Chefin Dorothee Esser-Link und Vize Hans-Josef Bülles auf der Rutsche des Energieerlebnis-Pavillons. Sie wollen neben den Familien weitere Zielgruppen gewinnen. Senioren rücken in den Fokus. Foto: Uerlings
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Zwei von vier „kerngesunden Erdmännchen“, die im Brückenkopf-Zoo das Licht der Welt erblickt haben. Foto: Horrig

Jülich. 2015 war für die große Freizeiteinrichtung im Nordkreis ein Durchschnittsjahr. Rund 200.000 Gäste verzeichnete die Betreiber-GmbH im Brückenkopf-Park Jülich (genau: 199.816).

„Wir erleben hier seit 16 Jahren Wellenbewegungen, wobei das schwächste Jahr bei rund 163.000 und das stärkste bei 240.000 lag. 200.000 entspricht also ziemlich genau dem Schnitt“, sagte Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser-Link am Donnerstag, als die Verantwortlichen auf die neue Saison blickten. Diese Zahlen haben durchaus große Bedeutung, denn der Park wird seit dem ersten Jahr seines Bestehens von der Stadt Jülich subventioniert. Auch wenn die Zuschüsse über die Jahre erheblich abgeschmolzen sind: Reißt der Besucher-Strom einmal deutlich ab, wackelt die Gesamtfinanzierung. Diese Gefahr bestand in einem Durchschnittsjahr nicht.

Esser-Link wertet das als Erfolg: „Unsere Hauptzielgruppe sind Familien. Wenn die jungen Leute 14 oder 15 sind, verschieben sich die Interessen, und sie brechen bei uns weg. Bleiben die Zahlen konstant, dann haben wir es offenbar geschafft, immer wieder Nachwuchs für uns zu gewinnen.“ Diese Bemühungen sollen intensiviert werden. Schon im vergangenen Jahr hat die Betreiber-Gesellschaft die etwas älteren Semester („Best Ager“) in den Fokus genommen. Die Kooperation mit dem Seniorenbeirat in Jülich und monatlichen Veranstaltungen mit Spezialprogramm sei sehr gut angelaufen und wird in diesem Jahr verstetigt. Senioren ab 65 Jahren zahlen zudem einen Euro weniger Eintritt. „Um neue Stammkunden zu gewinnen, müssen wir aber auch am Park was tun“, erklärt die Geschäftsführerin Umgestaltungen, die im Winter vorangetrieben wurden.

Der Weidengarten wurde zurückgebaut und ist derzeit eine große Brachfläche, die mit Rasen eingesät wird. Aufgewertet werde dafür der „Schachgarten“, dessen Mobiliar und Bestandteile aufgemöbelt oder erneuert wurden. Der „Granusgarten“ – der letzte Themengarten auf der rechten Seite des Hauptweges – wird zum neuen „Zwergenland“. Hier sollen Eltern die ganz kleinen Besucher versorgt und unterhalten wissen. „Er wird Ende April/Anfang Mai fertiggestellt“, erwartet Esser-Link.

Grundsätzlich soll der Park durch das vom Aufsichtsrat verabschiedete Grün-Konzept gepflegter wirken. Dazu werden bestimmte Bereiche entfernt, die das Gärtner-Team entlasten, und andere aufgewertet. Der wohl umstrittenste Aspekt hierbei sind grundlegende Änderungen im Stadtgarten, die aber in diesem Jahr noch nicht realisiert werden, wie die Geschäftsführerin auf Nachfrage erklärte.

Das wohl größte Neubau-Projekt am Brückenkopf in diesem Jahr ist die Fertigstellung des Kanguru-Geheges, die im Sommer zu erwarten ist, wie Vize-Parkchef Hans-Josef Bülles am Donnerstag informierte. „Die Genehmigungen sind vorhanden, die Arbeiten für Bodenplatten und Zaun beauftragt.“ Nahe des Wolfsgeheges und des Weihers wird eine 800 Quadratmeter große Fläche so hergerichtet, dass sich drei bis fünf Zwerg-Kangurus nach Möglichkeit demnächst im Jülicher Zoo tierisch wohl fühlen. Es ist auf absehbare Zeit die letzte große Veränderung im Tiergarten, der dann nämlich keine freien Flächen mehr hat.

Im Brückenkopf-Zoo sind die Folgen der „Frühlingsgefühle“, die bei den Menschen wohl noch etwas auf sich warten lassen, bereits sichtbar. An vielen Stellen gibt es Nachwuchs, der die Besucher in den Bann zieht, wie Hajo Bülles beobachtet hat. Das gilt ganz besonders für „vier kerngesunde junge Erdmännchen“, die sich der Hege der gesamten „Familie“ sicher sein können. Es gibt aktuell aber auch nicht weniger als 18 Jungziegen und zwölf Kaninchen. Und Zoo-Chef Henry Fischer sei sehr optimistisch, dass in diesem Jahr auch Nachwuchs bei den Uhus und dem Storchen-Paar, das über den Winter zusammen geblieben ist, zu erwarten ist.

Am 1. März hat im Brückenkopf-Park die Hauptsaison begonnen, die bis Ende Oktober andauert. Das bedeutet Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr (Zoo 17.45 Uhr) und Eintrittspreise von 6 Euro für Erwachsene.

Kinder bis zu einem Meter Körpergröße haben freien Eintritt, größere Kinder und Jugendliche zahlen 4 Euro.

Die erste große Veranstaltung im Park ist der Frühlings-Markt am 16./17. April, über den wir noch berichten .

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