Jülich - Neue Doppelspitze bei Jülicher Grünen

Neue Doppelspitze bei Jülicher Grünen

Von: ptj
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Neue Doppelspitze der Jülicher Grünen gewählt: Marita Boslar ist neue OV-Sprecherin, gleichberechtigt mit Ralf Lehmann (r.), Kassierer Tobias Schlubach (2.v.l.). Foto: Jagodzinska

Jülich. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marita Boslar ist neue Sprecherin der Grünen im Ortsverband Jülich, gleichberechtigt neben dem wiedergewählten Sprecher Ralf Lehmann. Die neue Doppelspitze wählte die Mitgliederversammlung im Café Pasqualini einstimmig.

Als Kassierer kandidierten gleich zwei Mitglieder: Carsten Wolf und Tobias Schlubach. Letzterer war als spontan eingesprungener Nachfolger des verstorbenen Helmut Riebe bereits Amtsträger. Die Mitglieder wählten Schlubach. Daraufhin wurden Carsten Wolf und das Neumitglied Sebastian Steininger jeweils einstimmig als Beisitzer bestimmt.

Der Wahl waren einige Satzungsänderungen vorausgegangen. Im Rahmen der Diskussion darüber kamen auch Dissonanzen zur Sprache. In der neuen Satzung wurde folgende Vorstandsregelung beschlossen: „Der Vorstand besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand (zwei Vorsitzende – davon mindestens eine Frau – und einem Kassierer/einer Kassiererin) und kann um zwei Vorstandsmitglieder erweitert werden“. Im Meinungsaustausch um die Anzahl der Beisitzer – im Raum standen bis zu vier als „Kann-Vorschrift“ – ging es zunächst um die „Trennung von (Partei)Amt und (Rats)Mandat“.

Emily Willkomm-Laufs ist der Meinung, dass sich die Grünen diese Trennung zugunsten der Kontinuität der politischen Arbeit nicht leisten können. Für Tobias Schlubach hingegen sind getrennte Gremien durchaus sinnvoll. Ihm gefiel die Vorstellung nicht, dass der Ortsverbandsvorstand 80 bis 90 Prozent der Ratsfraktion stellt. Die bisherige Vorsitzende Sabine van Gyseghem, die ihre vierjährige Amtszeit nicht mehr verlängern wollte, hält einen Fünfervorstand bei 25 Mitgliedern für völlig ausreichend.

Außerdem „ist es nicht so, dass sich die Aktiven hier überschlagen würden“. Die scheidende Vorsitzende setzte nach: „Der interne Kommunikationsfluss ist schlecht, weil mit dem persönlichen Verhältnis (diverser Mitglieder untereinander) etwas nicht stimmt. Ich kann es mir leisten, so offen zu reden, weil ich nicht mehr kandidiere.“ Auch Anke Talarek verzichtete auf eine Amtszeitverlängerung als Beisitzerin. Moniert wurde ferner, dass zu grundsätzlich mitgliederoffenen Vorstandssitzungen nicht rechtzeitig eingeladen werde und den Mitgliedern keine Einsicht in entsprechende Protokolle gewährt werde.

In der rund vierstündigen Jahreshauptversammlung wurden folgende Anträge beschlossen: Der finanziell gut aufgestellte Ortsverband stellt jährlich Mittel für die Organisation einer externen Klausur zur Verfügung. Die Gelder werden so weit möglich über Eigenanteile der Teilnehmer refinanziert. Ferner investiert der OV für das kommende Jahr 2400 Euro zur anteiligen Finanzierung von drei weiteren Ausgaben der eigenen Zeitung „Die Neue Jülicher“. Angestrebt wird, mindestens einen Teil der Kosten über Werbeeinnahmen auszugleichen.

Als Delegierter für den Kreisparteirat wurde Carsten Wolf gewählt, zum Ersatzdelegierten Dr. Lutz Baumgarten bestimmt. Die Kasse prüfen fortan Dr. Lutz Baumgarten und Guido Boslar.

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