Neue Ära: Wasserwerk produziert jetzt auch Strom
Bürgermeister Heinrich Stommel (l.) und Stadtwerke-Geschäftsführer Ulf Kamburg stehen auf Strom - auf den nämlich, den die Solarmodule auf dem Dach des Wasserwerkes Jülich produzieren. Foto: Jonel
Die Anlage ist Teil einer Gesamtkonzeption, der „Konzentration auf regenerative Energie”, wie Ulf Kamburg, Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich GmbH, erklärt. Damit werde nicht nur einem politischen Willen Genüge getan. „Mit Investitionen, die den Anteil regenerativ erzeugter Energien an der Stromproduktion nachhaltig erhöhen, bekennen wir uns als kommunales Unternehmen zu unserer Verantwortung für die zentralen Belange des Klimaschutzes.” Das hat Gewicht - ziemlich genau 30 Tonnen nämlich. So schwer wiegt die jährlich Einsparung an CO2-Ausstoß, die diese vergleichsweise kleine Anlage bewirke, unterstreicht Kamburg.
Die Anlage auf dem Dach von Brunnen- und Pumpenhalle produziert pro Jahr 46800 Kilowattstunden. Im ersten Monat hat sie bereits 6633 kWp (Kilowattpeak) ins Netz der Stadtwerke Jülich eingespeist. Werner Sellinghoff weiß das genau.
Der Elektromeister im Wasserwerk liest regelmäßig den Stand am Zählwerk ab. Mit der Jahresleistung der Wasserwerkssolaranlage könnten in der Nachbarschaft Kühlschrank, Fernseher Waschmaschine und Co. in Betrieb gehalten werden. Umgerechnet ließen sich 15 Haushalte mit Strom vom Wasserwerksdach versorgen.
Die Solaranlage selbst hat keine weite Reise, etwa aus China, hinter sich. Sie trägt den Stempel „Made in Germany”. Produzent ist die WiWenta Solar aus Krefeld-Tönnisvorst. Nach der Installation arbeitet sie weitgehend wartungsarm. Bis auf die gelegentliche Reinigung der Moduloberfläche, um den Leistungsgrad zu erhalten, ist kaum etwa zu tun.
„Wichtig ist, erste Erfahrungen mit dieser Anlage zu sammeln”, stuft Kamburg das Solarstromprojekt Wasserwerk ein. Es ist ein erster Baustein in der Zielvorgabe der Stadtwerke Jülich, „eine zukunftsfähige Infrastruktur für die dezentrale und ökologische Energieerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energien zu schaffen”. Mit kleineren Anlagen will man in Konkurrenz zu den großen Kraftwerksbetreibern punkten.
In Ergänzung zu den Photovoltaikanlagen und gegebenenfalls Windkraftanlagen feilen die Stadtwerke an Angeboten wie Mini- oder Mikroblockheizkraftwerke und Wärmecontracting für den Privathaushalt.
Die Nutzung regenerativer Energien macht auch kommunalpolitisch die Runde. Die Freigabe von Dächern städtischer Gebäude ist Thema in den Fachausschüssen, so Bürgermeister Heinrich Stommel. Schließlich eigne sich für eine Anlage, wie sie dem Wasserwerk aufgesetzt wurde, „alles, was ein Flachdach hat” - Tragfähigkeit vorausgesetzt.
Apropos Gewicht: Die Solarmodule sind nicht ins Dach gedübelt worden. Um die Dichtheit der Dachhaut nicht zu gefährden, wurde das Rahmenwerk der Module nur aufgesetzt. Beschwert wurde es mit Gehwegsplatten, um nicht abzuheben.
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Die Anlage auf dem Dach von Brunnen- und Pumpenhalle produziert pro Jahr 46800 Kilowattstunden. Im ersten Monat hat sie bereits 6633 kWp (Kilowattpeak) ins Netz der Stadtwerke Jülich eingespeist. Werner Sellinghoff weiß das genau.
Der Elektromeister im Wasserwerk liest regelmäßig den Stand am Zählwerk ab. Mit der Jahresleistung der Wasserwerkssolaranlage könnten in der Nachbarschaft Kühlschrank, Fernseher Waschmaschine und Co. in Betrieb gehalten werden. Umgerechnet ließen sich 15 Haushalte mit Strom vom Wasserwerksdach versorgen.
Die Solaranlage selbst hat keine weite Reise, etwa aus China, hinter sich. Sie trägt den Stempel „Made in Germany”. Produzent ist die WiWenta Solar aus Krefeld-Tönnisvorst. Nach der Installation arbeitet sie weitgehend wartungsarm. Bis auf die gelegentliche Reinigung der Moduloberfläche, um den Leistungsgrad zu erhalten, ist kaum etwa zu tun.
„Wichtig ist, erste Erfahrungen mit dieser Anlage zu sammeln”, stuft Kamburg das Solarstromprojekt Wasserwerk ein. Es ist ein erster Baustein in der Zielvorgabe der Stadtwerke Jülich, „eine zukunftsfähige Infrastruktur für die dezentrale und ökologische Energieerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energien zu schaffen”. Mit kleineren Anlagen will man in Konkurrenz zu den großen Kraftwerksbetreibern punkten.
In Ergänzung zu den Photovoltaikanlagen und gegebenenfalls Windkraftanlagen feilen die Stadtwerke an Angeboten wie Mini- oder Mikroblockheizkraftwerke und Wärmecontracting für den Privathaushalt.
Die Nutzung regenerativer Energien macht auch kommunalpolitisch die Runde. Die Freigabe von Dächern städtischer Gebäude ist Thema in den Fachausschüssen, so Bürgermeister Heinrich Stommel. Schließlich eigne sich für eine Anlage, wie sie dem Wasserwerk aufgesetzt wurde, „alles, was ein Flachdach hat” - Tragfähigkeit vorausgesetzt.
Apropos Gewicht: Die Solarmodule sind nicht ins Dach gedübelt worden. Um die Dichtheit der Dachhaut nicht zu gefährden, wurde das Rahmenwerk der Module nur aufgesetzt. Beschwert wurde es mit Gehwegsplatten, um nicht abzuheben.



