Netzagentur findet funkende Störquelle

Von: hfs.
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Barmen. Wochenlang war sie bei Bürgern in Barmen Gesprächsstoff, eine unbekannte Funk-Störquelle.

Wie berichtet, sorgte diese dafür, dass sich Autos nicht auf- oder abschließen ließen, Garagentore nicht funktionierten oder stationäre Wetterstationen ausfielen.

Knapp zwei Stunden benötigten Mitarbeiter der Bonner Bundesnetzagentur, um dem „Störenfried” auf die Spur zu kommen. Ursache war eine defekte Netzkarte in einem elektronischen Bauteil, die unbemerkt vom Benutzer auf permanentes „Störfeuer” geschaltet hatte und ununterbrochen Funkwellen ausstrahlte.

Auf der gleichen Frequenz aktiv

„Die haben dann dafür gesorgt, dass alle Geräte, die mit der gleichen Endfrequenz arbeiten, gestört wurden und außer Betrieb waren”, erläutert der Mitarbeiter. Der war auf Bitten von DN-Connect-Geschäftssführer Stephan Fuss sofort der Ursache der Störungen auf den Grund gegangen, indem er mit Messwagen und entsprechenden Gerätschaften in Barmen anrückte.

„Uns ist naürlich daran gelegen, dass den Betroffenen sofort und unbürokrtatsich geholfen wird. Schon deshalb, um nicht selbst in den Verdacht zu kommen, unsere Übergabestationen für das Internet seien die Ursache”, sagte Fuss. was die Bundesnetzagentur grundsätzlich auschließt. Denn eine Internet-Übertragung, wie sie von DN-Connect betrieben wird, liegt im Frequenzbereich von 2 Megaherz. Die Störungen, wie sie in Barmen auftraten, tangieren aber den Bereich von 433 Megaherz. Genau den, mit denen Autoschlösser per Fernbedienung, Babyphon oder ein Kopfhörer angebunden sind.

Auf Dauerfunk geschaltet

„Gibt es in solchen Geräten eine Störung, werden permanent Funkwellen abgegeben, die alle anderen Geräte auf der gleichen Frequenz in die Knie zwingen”, sagt die Bundesnetzagentur. Die wurde auch schon in Arztpraxen fündig, wo sich Therapiegeräte - unbemerkt vom Personal - auf „Dauerfunk” eingestellt hatten. Der herzliche Dank der Barmener Betroffenen geht in Richtung DN-Connect.

Auf den zugesagten Rückruf der Telekom, die ebenfalls eingeschaltet worden war, wird indes bis heute vergeblich gewartet.
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