Nebenkostenpauschale im Asylbewerberheim gesenkt

Von: ojo
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Linnich. Die Anpassung vollzog sich unaufgeregt und kommentarlos. Will man es auf einen einfachen Nenner bringen. hat die Stadt Linnich die Nebenkostenpauschale für einige Mieter um gut ein Drittel gesenkt.

Konkret klingt das ziemlich amtlich so: Die Kalkulation der Benutzungsgebühren und der Verbrauchskosten für das Asylbewerberheim Gevenich und die 1. Änderungssatzung zur Satzung über die Errichtung und Unterhaltung von Übergangsheimen für Asyl begehrende Ausländer wurden beschlossen.

Es geht also um die Nebenkosten, die in dem Asylbewerberheim in Gevenich entstehen und die auf die Kopfzahl der Bewohner umgelegt werden. Bislang hatte die Stadt Linnich eine Benutzungsgebühr von 60 Euro pro Person und Monat festgesetzt. Das wäre vergleichbar mit einer Kaltmiete. In einer Verbrauchskostenpauschale wurden Strom, Grundbesitzabgaben und Heizung zusammengefasst.

Dies summierte sich auf 146 Euro pro Person monatlich. Wegen der Auslastung des Heims mit den Asylbewerbern aus Linnich, Inden und Titz ergab sich eine Überdeckung der Kosten. Die Stadt nahm über die Pauschale mehr ein, als an tatsächlichen Kosten entstand. Eine Senkung des Pauschalbetrags war unausweichlich. Nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) sollen die Gebühren so veranschlagt werden, dass sie Kosten deckend sind. Eine „Gewinnerzielung bei öffentlichen Einrichtungen und Anlagen“ ist per Gesetz untersagt.

Die Stadt Linnich hat also spitz kalkuliert und kam zu einer deutlich geringeren Nebenkostenpauschale, die pro Bewohner des Hauses erhoben werden darf: Statt 146 Euro sind es nunmehr nur 93 Euro monatlich pro Kopf. Nicht geändert wurde die „Grundmiete“. Sie bleibt bei 60 Euro. Der Preis ergibt sich aus der Berechnung von 4 Euro pro Quadratmeter, wobei jedem Bewohner 15 Quadratmeter zugesprochen werden.

Derzeit ist das Heim in Gevenich voll besetzt. Da die Zahl der Bewohner schwanken kann, kündigte die Verwaltung vorsorglich an, dass die Verbrauchskostenpauschale jährlich überprüft und gegebenenfalls neu festgesetzt werden muss.

Neben den 30 Asylbewerbern der Stadt Linnich leben 15 der Gemeinde Inden und 10 der Gemeinde Titz in der Gevenicher Unterkunft.

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