Naturschutzverein Koslar: Mitspracherecht bei Eingriffen in die Natur

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Koslar. Der Naturschutzverein Koslar legt ein beachtliches Engagement an den Tag. Das ging aus dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Willi Prömpers hervor, den er zur Jahreshauptversammlung vorlegte.

Der Jahresrückblick komprimierte die vielen Aktivitäten: Die Frühlingsaktion auf dem Waldlehrpfad mit Reparaturen am Insektenhotel, Infotafeln, Weg-, Hinweisschildern und Sitzbänken. Am Sportplatz wurde eine Infotafel aufgestellt. Es wurden zwei Ladungen Split auf dem Waldlehrpfad verteilt, damit dieser gut begehbar ist. Im Herbst haben Vereinsmitglieder mit Laubbläser und Rechen den Waldlehrpfad von herunter gefallenem Blattwerk befreit.

Vor vielen Jahren hat der Naturschutzverein auf einer Wiese in Koslar ein paar Steinkauznistgelegenheiten angebracht. Die bestehenden Nistkästen hatten mittlerweile sehr unter dem Zahn der Zeit gelitten. Material wurde über Spenden finanziert und nach den Angaben der Bauanleitung perfekt zugeschnitten. Im Herbst wurden vier neue, funktionsfähige Nistgelegenheiten im Verein angefertigt und rechtzeitig vor der Brutsaison, beim Landwirt Flatten in Koslar und auf dem Gelände von Gut Linzenich bei Kirchberg aufgestellt.

Der Verein engagiert sich mit seinem Wissen und Sachkenntnis in städtischen Gremien, unter anderem im Umweltbeirat der Stadt Jülich. Beim Jülicher Bürgermeister wurde ein Antrag auf Erhöhung der Mitgliederzahl des Umweltbeirates gestellt. Es sollte angestrebt werden, dass auch Landwirte, Jäger und Angler eine Stimme haben. Diese Erweiterung wurde nun im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss genehmigt. Die in 2018 erfolgende neue Zusammensetzung wird wohl ein fundierteres Wissen im Umweltbeirat zur Folge haben.

Noch nicht bekannt

Die Flächen in Kreisverkehren sollen zukünftig so gepflegt werden, dass Bodenbrüter nicht gestört werden. So ist auch für Bienen und Insekten ein möglichst naturbelassener Lebensraum vorhanden. Bezüglich der Behandlung von Randstreifen wurde festgestellt, dass scheinbar anderen Orts ein Umdenken stattgefunden hat, es wird später und weniger gemäht. Diese Vorgehensweise ist in Jülich und dem Kreis Düren noch nicht bekannt. Deshalb wird der NVK dies noch mal aufgreifen und eventuell hierzu direkt einen Antrag an den Stadtrat stellen.

Gestellt wurde ein Antrag auf Aufforstung der Rurauenstraße („Schwarzer Weg“). Bei einem Treffen zwischen NVK, Bauhof und Stadtverwaltung wurde zugesagt, sechs neue Bäume zu pflanzen.

Die derzeitige Satzung des Vereins entsprach nicht mehr den gültigen Satzungsvorschriften (in Bezug auf Steuerbefreiung) und musste angepasst werden. Das Votum erfolgte einstimmig, sodass die Satzung jetzt notariell beglaubigt und dem Amtsgericht vorgelegt werden kann.

Es bestand seit einiger Zeit der Wunsch, ein Verein öffentlicher Belange zu werden. Die Anerkennung erfolgte vor Kurzem. Somit besteht jetzt ein Mitspracherecht, wenn durch Vorhaben im Bereich des NVK in die Natur eingegriffen wird.

Der Kasse bescheinigten die Kassenprüfer eine korrekte Führung ohne Beanstandung.

Zu Kassenprüfern für 2017 wurden J. Böll und M. Ulrich einstimmig gewählt.

Die Anfrage auf finanzielle Unterstützung für das Steinkauzprojekt sowie für einige andere Vorhaben, an Kreissparkasse Düren, Raiffeisenbank Erkelenz und Spardabank Jülich war erfolgreich. Auf Antrag von Brigitte Sturm wird auch in 2017 wieder eine Patenschaft für einen tierischen Bewohner des Jülicher Brückenkopfzoos übernommen.

Bevor Förster Günter Rosenland seinen Vortrag zum Thema Rekultivierung begann, lobte er die Arbeit und den Einsatz des Naturschutzvereins. Rosenland erläuterte sein Bemühen, die Sophienhöhe „grün“ zu machen. Die Fläche sollte nicht nur rekultiviert werden, sondern renaturiert. Jetzt nach gut 35 Jahren, ist der Bewuchs auf der Sophienhöhe noch immer kein voller Ersatz für den Verlust des früheren Hambacher Forstes, aber schon ein gutes Stück auf dem richtigen Weg.

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