Naturschutzgebiet „versaut”: Stadt fordert Abzug der Sinti und Roma

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Jülich. Am Reitplatz des Jülicher Reitvereins Jan van Werth campieren seit fast vier Wochen Sinti und Roma in Wohnwagen. Die Stadt wollte das für eine Woche dulden, denn, so das Ordnungsamt, „die Leute müssen ja irgendwo unterkommen”. Doch jetzt ist im Rathaus der Geduldsfaden gerissen.

Am Dienstag wurde den Campern eine schriftliche Aufforderung von Bürgermeister Heinrich Stommel zugestellt, am Mittwoch ihr Lager abzubrechen. Folgen sie dem nicht, werden sie „mit Hilfe der Polizei des Platzes verwiesen”, hieß es im Rathaus.

Denn mittlerweile herrschen dort, so aufgebrachte Bürger, „hygienische Zustände wie im Mittelalter”. Der Müll wird zwar gesammelt, doch die Leute „machen ihr Geschäft in der Prärie”, hat das Ordnungsamt festgestellt.

Die Sinti und Roma, die in den vergangenen Jahren in Jülich Station gemacht hätten, hätten sich meist „ordentlich benommen”, doch jetz gebe es allen „Grund zu Beschwerden”.
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