Morschenich - Naturschützer fürchten um Fauna in Neu-Morschenich

Naturschützer fürchten um Fauna in Neu-Morschenich

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Brutvoegel Stoerche Störche
Mehr Blühstreifen für die Brutvögel fordern Umweltschützer für Neu-Morschenich. Foto: dpa

Morschenich. Die Ausgleichsmaßnahmen für die tagebaubedingte Umsiedlung von Morschenich sind unzureichend. Zu diesem Schluss kommen NABU-Kreisverband und BUND-Kreisgruppe Düren. Mit dem geplanten Neubaugebiet in der freien Feldflur gehe der Lebensraum gefährdeter Arten verloren.

Der Umsiedlungsstandort sei noch besiedelt von Feldhasen und Feldvögeln. Hier brüteten Rebhühner und Feldlerchen, deren Bestand landesweit stark zurückgehe. Zur Zeit hielten sich hier Steinschmätzer, Grauammern und Rohrweihen auf, betonen die Umweltschützer. Laut Artenschutzgutachten hätten die Durchzügler genügend Ausweichmöglichkeiten, den Brutvögeln sollen neue Lebensräume erschlossen werden.

Zu nahe an der Straße

Dazu sollen Flächen weit weg von Morschenich, zum Beispiel bei Schwerfen im Kreis Euskirchen, attraktiver gestaltet werden. Dies könne unter anderem mit Blühstreifen in der Feldflur geschehen. Jedoch würden die vorgesehenen Flächen zu nahe an Straßen liegen, kritisieren die Umweltschützer.

Das NRW-Umweltministerium halte einen Schutzabstand von 500 Metern für Feldlerchengebiete zu Straßen für erforderlich. Die vorgesehenen Ausgleichsflächen lägen aber in einer Entfernung von nur 170 bis 370 Metern von Straßen, heißt es. Hinzu komme, dass die Flächen nur halb so groß sind wie vom Ministerium angegeben oder an weiteren Stör- und Gefahrenquellen wie Windenergieanlagen und einem Modellflugplatz liegen.

Daher werden die geplanten Ausgleichsmaßnahmen für Morschenich von BUND und NABU abgelehnt. Gar nicht angedacht sei die Umsiedlung der beiden Morschenicher Steinkauzpaare. Dazu könnten am Ortsrand Streuobstwiesen angelegt werden

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