Nasser Start in sechseinhalb freie Wochen

Von: Nicola Gottfroh
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Kontaktaufnahme auf dem Gummitier: In die schönste Zeit des Jahres starten die Schüler aus Jülich und Umgebung bei der Ferienstart-Party im Freibad. Foto: Gottfroh (4), Ndongala(2)

Jülich. Aus den Lautsprecheranlagen im Freibad Jülich dröhnen bekannte Sommerhits, die die Urlaubsstimmung und die ohnehin gute Laune der Besucher noch verstärken. Ege Cetin und Sergen Gülbaz lassen sich von den Beats anstecken, nehmen auf dem Ein-Meter-Brett ordentlich Anlauf und lassen sich ins Wasser fallen.

Sie üben ihre Sprungtechnik für den „Arsch-Bomben-Contest”, der in diesen Minuten stattfinden soll. Die beiden sind zufrieden mit dem Platscher, den sie erreicht haben und albern herum.

Bester Stimmung sind auch die übrigen Badegäste - dazu haben sie allen Grund: Nur wenige Stunden zuvor haben die großen Ferien begonnen. Das heißt für die meisten Schüler sechseinhalb Wochen lang die Seele baumeln lassen und sich vom anstrengenden Schulalltag erholen.

Im Freibad wurde der Startschuss in die schulfreie Zeit mit einer großen Ferienstart-Party gefeiert, bei dem sich die Stadtwerke Jülich einiges haben einfallen lassen, um den Tag für die Jugendlichen zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Unter dem Motto „Starte sportlich und mit Spaß in die Ferien”, wurden Schüler im Alter zwischen 6 und 20 Jahren angesprochen. Bewegungsfans konnten sich bei einem Beachvolleyball-Turnier austoben, Rettungsschwimmerin Sabine Lucas bot über den Tag verteilt verschiedene Aqua Fitness Kurse an, und vor allem die männlichen Freibadbesucher versuchten beim „Arsch-Bomben-Contest”, soviel Wasser wie möglich aufzuwirbeln und mit ihren Stunts die jungen Damen zu bezirzen.

Und während die älteren Jungs und Mädels sich am Sprungbeckenrand der zwischengeschlechtlichen Kontaktaufnahmen widmen, erleben die jüngeren Kids das Schwimmerbecken aus der Perspektive eines Fisches. Die Tauchschule Aquaworld ermöglichte den Kids einen Schnuppertauchkurs. Natürlich dürfen sich die Schüler erst Taucherflossen, Neoprenanzug und Maske anlegen, nachdem sie einige Worte in der Sprache der Taucher gelernt haben. „Das Zeichen hier bedeutet, dass alles in Ordnung ist”, erklärt der zwölfjährige Jens stolz, während er mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis formt.

Für das Tauchen geboren

Begeistert von dem Taucherlebnis zeigt sich auch Timo Hohenkremer. Der Zehnjährige scheint für das Tauchen geboren zu sein: Denn seiner Erfahrung nach ist „das Atmen mit der Tauchmaske unter Wasser genauso wie an der Luft”. Im nächsten Urlaub möchte er im Meer tauchen und Fische sehen, sagt er nach seiner ersten Taucherfahrung.

Über die Freude der Schüler freut sich auch Tauchlehrerin Henriette Schlank. „Von der Aktion im Freibad sollen vor allem die Kinder profitieren, die nicht in den Urlaub fahren. Durch diese Erfahrung haben sie beim Schulstart etwas Spannendes aus den Ferien zu erzählen”, erklärt Schlank, die mit ihren Kollegen und rund 40 Kindern abtauchte.

Auch die Sonnenanbeter und Landratten kamen bei der Schools-out-Aktion auf ihre Kosten. An der mobilen „Careba”-Cocktailbar gab´s erfrischende Fruchtsaft-Getränke, natürlich alle ohne Alkohol, dafür aber mit jeder Menge Vitaminen. Die haben den Jülicher Cocktailfans und Speedminton-Spielern Kevin und Flo, die sich bei der Badminton-Variante, die im Freibad von Intersport-Mulack angeboten wurde, noch einmal den richtigen Energiekick gegeben.

Auch die kleineren Gäste, die bei den tropischen Temperaturen keine Kraft für Sport hatten, trainierten ihre Bauchmuskeln, denn beim Cirkus Gioco gab es jede Menge zu Lachen.

Blutige Prügelei

Weniger zu lachen hatte eine Gruppe Jungs, denen die Sonne zu Kopf gestiegen war. Sie bekamen an dieser Ferienstart-Party noch Besuch von der Polizei - der Grund war eine blutige Prügelei.

Die übrigen Kids waren begeistert von der Ferienaktion. Und auch die Mitarbeiter des Freibades, die im Vorfeld hunderte Wasserbälle aufgepustet hatten und jede Menge Energie in die Vorbereitungen gesteckt hatten, waren mit der Resonanz zufrieden. „Der Aktionstag wird gut angenommen. In diesem Jahr war die Aktion nur ein Test, wenn es weiter so gut läuft, werden wir die Ferienparty im nächsten Jahr noch einmal starten”, sagt Rettungsschwimmerin Sabine Lucas.
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