Narren auf der Bühne und im Saal voll jeck

Von: ptj
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„Eenmol Prinz ze sinn“: Dem Narrenvolk präsentirete Sitzungspräsidentin Monika Dahmen (2.v.l.) die kraanvalistischen Regenten Prinz Christian I. (Klems, l.) und Bauer Erich I. (Gussen. 2.v.r.). Foto: Jagodzinska

Welldorf. Die Stimmung kochte bei der Karnevalssitzung der Frauengemeinschaft in der Turnhalle der Grundschule Welldorf. Im Charleston-Takt zogen die Elferrats-Damen in den passenden lila-schwarzen Kostümen der 1930er Jahre ein, angeführt von Sitzungspräsidentin Monika Dahmen.

Traditionell war das Programm aus Tänzen, Sketchen, Reden und Parodien hausgemacht, von Bewohnern aus Güsten, Welldorf und den umliegenden Dörfern. Eine Augenweide waren alle Tanzformationen, angefangen bei der flotten Kindertanzgruppe „Just for fun“. Zum zweiten Mal präsentierte sich die Welldorfer Frauentanzgruppe „Laien dancers“ und verblüffte mit in großer Synchronität ausgeführten indischen Tänzen zu passender Musik in authentischen indischen Kostümen.

Die „Wave-Teens“ tanzten als Brautpaare ein. Ihre kreative Choreographie beinhaltete Kostüm- und Formationswechsel in stets variierender Lasershow im abgedunkelten Saal.

Frenetisch gefeiert wurden die „Fashion Oldies“ der St. Hubertus-Schützenbruderschaft, die ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Mit viel Sex-Appeal schwangen die Oldies zu einem breit gefächerten musikalischen Medley als heiße Damen in aufreizendem Outfit Beine und Hüften. Christian Klems, neben Toni Oligslagers Gründungsmitglied, versprach den begeisterten Jecken weiterzumachen.

Sein viel beklatschtes Heimspiel feierte auch das Männerballett „ISG 09“ in verjüngter Aufstellung mit sportlich-flotter Tanznummer als „Männer vom Bau“.

Voll in ihrem Element war wieder Elke Schüller in ihrer Solonummer als mollige Frau in ihrer gereimten Hommage mit Live-Gesang an die vollschlanke Schönheit. Amüsant waren Gerald Wilmsmann und Reinhard Görlich, die Carel Gott und die kleine Darinka oder den „Baby Sitter Boggie“ parodierten. Auch Solo gefiel Görlich, der Witze in Geschichten zu verwandeln wusste.

Der Arzt als Arzt

Köstlich waren die Sketche: Der in Jülich bekannte Lungenarzt Gerald Wilmsmann spielte den Arzt, der ein medizinisches Wundergerät an vier Patientinnen testet. Eine konnte ihren Arm nicht stillhalten, eine andere ihr Bein, eine dritte ihre Zunge. Dummerweise wurden all diese Leiden auf die erste Patientin übertragen, die flüchtete, als eine Schwangere ebenfalls vom Wundergerät profitieren wollte.

Der zweite Sketch spielte beim Frisör: In ihrer Verzweiflung, gleichzeitig vier in Eile befindliche Dorfberühmtheiten rasieren zu müssen, bematschte die Auszubildende die Bühne mit Wasser und „Rasierschaum“ – das Publikum tobte.

Nachdem Alleinunterhalter Tommy Walter die Lautstärke im Saal auf Maximum gedreht hatte, verkündete Sitzungspräsidentin Monika Dahmen eine Überraschung: Der Elferrat zog erst aus und danach wieder ein, mit dem Welldorfer Dreigestirn im Tross: Bauer Erich Gussen I. (Ortsvorsteher in Güsten), Jungfrau Georgina I. (Jürgen Georg Tjarks, RSC-Vorsitzender) und Prinz Christian I. (Klems, Ortsvorsteher in Welldorf) wurden von den Jecken leidenschaftlich gefeiert. Augenscheinlich genossen die drei Güsten-Welldorfer VIPs es, „eenmol Prinz (Bauer und Jungfrau) ze sinn“.

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