Aldenhoven - Nächster Meisterbäcker kommt aus Aldenhovener Talentschmiede

Nächster Meisterbäcker kommt aus Aldenhovener Talentschmiede

Von: Antonius Wolters
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Matthias Reinartz (von rechts), 2. Landessieger im Bäckerhandwerk, mit Helmut und Heike Stolz von seinem Aldenhovener Ausbildungsbetrieb. Foto: Wolters

Aldenhoven. In der Aldenhovener Backstube von Heike und Helmut Stolz werden nicht nur Brote und Brötchen, Torten und Teilchen gebacken, sondern auch Talente im Bäckerhandwerk geformt, die in den letzten Jahren auch international Aufsehen erregten.

2014 holte Daniel Plum aus Übach-Palenberg nach Erfolgen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene Bronze bei der EM der Bäckerjugend in Brüssel und als persönliche Krönung noch den Deutschen Meister-Titel der Bäckermeister. Jacqueline Derichs aus Ederen setzte Anfang des Jahres noch einen drauf und holte drei erste EM-Plätze in Lyon.

Der gute Name von Bäckermeister Stolz als Ausbilder drang auch an das Ohr seines Dürener Kollegen Hans-Heinrich Reinartz, der 2014 Sohn Matthias bei ihm in die Lehre schickte. Der Filius hatte zuvor sein Abitur am Dürener Burgau-Gymnasium abgelegt und hat parallel zur Ausbildung zum Bäcker ein BWL-Studium an der Uni für Berufstätige begonnen. Dadurch stand er pro Woche nur zwei Tage in der Backstube, so dass eine Verkürzung der Lehrzeit nicht drin war.

„Man muss belastbar sein, aber ich bin froh, dass die drei Jahre vorbei sind“, sagt Matthias Reinartz, dem die Doppelbelastung sehr wenig Freizeit oder gar Urlaub ließ. Die erste Umstellung betraf das frühe Aufstehen um 2 Uhr nachts, das inzwischen auch ohne Wecker klappt. Besonders stressig war der Mai, als neben der Gesellenprüfung noch sieben Klausuren und eine Hausarbeit auf dem Plan standen.

Als Innungsbester hätte sich der 21-Jährige normalerweise beim Kammerwettbewerb weiter bewähren können, doch die Konkurrenz wurde abgesagt und ein Kollege aus Aachen für den Landesvergleich nominiert. Als der kurzfristig absagte, blieben Matthias Reinartz gerade einmal fünf Tage, um sich auf den Landeswettbewerb vorzubereiten. Das Intensiv-Trainingslager mit der erfahrenen Kollegin Jacqueline war so gut, dass Reinartz vor einer Woche in Olpe mit knappem Rückstand zweiter Landessieger wurde. „Wenn ihm mehr Zeit zur Vorbereitung geblieben wäre, hätte er gewonnen“, ist Helmut Stolz von den Fähigkeiten seines Schützlings überzeugt.

Der „möchte noch Meister werden“ und sitzt momentan an seiner Abschlussarbeit. Irgendwann wird wahrscheinlich noch die Übernahme des heimischen Betriebs in Düren folgen.

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