„Nacht der offenen Kirchen”: Gemälde treten in Dialog

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Aus dem Rahmen fallen: Das Gem
Aus dem Rahmen fallen: Das Gemälde zeigt Kurfürst Karl-Theodor von der Pfalz (1724-1799), den letzten Herzog von Jülich. Die Besucher können heute Abend in der Schlosskapelle der Zitadelle seine Garderobe anprobieren, sich in einen Rahmen stellen und fühlen wie ein Herzog. Foto: Museum

Jülich. Heute laden die Jülicher Innenstadtkirchen Propstei und St. Franz Sales von 20 bis 23 Uhr wieder zur „Nacht der offenen Kirchen” ein. Dazu bietet das Museum Zitadelle in der Schlosskapelle Meditationen „Auge in Auge” mit Porträts in drei Blöcken an.

Charakterköpfe aus Gemälden treffen zum Dialog aufeinander. Die Stunde von 20 bis 21 Uhr steht unter dem Motto „Über Gott und die Welt”. Es diskutiert Antonius Kardinal Fischer mit Johann Wilhelm Schirmer über katholisch und evangelisch. Zwischen dem Portrait eines Offiziers aus dem Ersten Weltkrieg und dem Selbstbildnis eines Jülicher Künstlers in Bundeswehruniform entstehen Gedanken über Krieg und Frieden.

Von 21 bis 22 Uhr heißt es „Aus dem Rahmen fallen”. Bildnisse von Heiligen stehen vor goldenem Hintergrund. Kaiser und Könige treten mit prunkvoller Ausstattung ins Bild. Die Besucher sind eingeladen, selbst die Erfahrungen nachzuvollziehen. Requisiten und goldene Rahmen stehen bereit, um selbst als wertvoller Mensch auf Goldgrund zu erscheinen oder sich fürstlich zu geben.

Der Abschluss von 22 bis 23 Uhr folgt dem Leitwort „Leg mein Gesicht frei” des niederländischen Dichters und Theologen Oosterhuis. Die Frau des Zitadellenerbauers Herzog Wilhelm V., Maria von Österreich, trifft auf eine Renaissancedame Picassos. Papa Heuss ist dabei und Mutter Iris, ein Jülicher Original aus den 20er Jahren, schaut dem Besucher tief in die Augen. Dazu gibt es Texte, Gedichte und Meditationen.

Die Ideen und Anregungen zu den Gesichtern der Vergangenheit bereiten Maria Hintzen-Muckel und Marcell Perse vor. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Benedikt Perse am Klavier. Den Abschluss des Abends bestreiten die antike Göttin Athena-Minerva und der schlaue Det von den Mainzelmännchen: Erkenne Dich selbst, begegne einer Spur von Gott in jedem Menschen.
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