Aldenhoven - Nach Wasserschaden: Aldenhovener Schulräume runderneuert

Nach Wasserschaden: Aldenhovener Schulräume runderneuert

Von: Antonius Wolters
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Ortstermin mit Anita Klotz (v.l.), Wilfried Colling, Bürgermeister Ralf Claßen und Fachlehrer Stefan Klocke im runderneuerten Chemieraum des Gebäudes von Gesamt- und Realschule Aldenhoven, der ebenfalls vor Jahresfrist vom Wasserschaden betroffen war. Foto: Wolters
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Die für die Übergangszeit benötigten Klassencontainer können alsbald vom Schulhof verschwinden.

Aldenhoven. Für das Gebäude am Pestalozziring in Aldenhoven, das die Käthe-Kollwitz-Realschule und die Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) gemeinsam nutzen, war der 29. Juli 2014 ein schwarzer Tag. Ein Unwetter mit Starkregen in Verbindun mit einem Wasserrohrbruch setzten das Tiefparterre mit den kostspieligsten Fachräumen für Chemie und Physik sowie Kunsträumen für Tonbearbeitung und Werken unter Wasser.

„Auf diesen Augenblick haben wir lange gewartet“, kam der Seufzer von Bürgermeister Ralf Claßen aus tiefstem Herzen, als er sich bei einer Begehung des Untergeschosses am Tag vor Schuljahresbeginn davon überzeugte, dass die Fachräume nach erfolgter Sanierung, die bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen ist, wieder recht proper aussehen.

Der Wasserschaden traf das Gebäude zur Unzeit, denn er überschattete damit den Start der Gesamtschule in Aldenhoven, die das komplette erste Schuljahr ohne die speziell ausgestatteten naturwissenschaftlichen Fachräume auskommen musste. Drei Containerklassen, die auf dem Schulhof aufgebaut wurden, konnten das nur bedingt ausgleichen.

Der damalige Bürgermeister Lothar Tertel hatte seinerzeit im Gemeinderat eine Reparaturzeit von sechs Monaten prognostiziert, doch dazu waren die Sanierungsarbeiten letztlich zu umfangreich. So mussten die betroffenen Räume zunächst aufwendig getrocknet werden, bevor sie quasi in den Rohbauzustand zurückversetzt wurden, wie der Schul- und Sozialausschuss bei einem Ortstermin auf der Baustelle im November erfuhr.

Zudem verordnete die Versicherung der Kommune nach mehreren ähnlich gelagerten Schadensfällen Auflagen, die im Rahmen der Sanierungsarbeiten zu erfüllen waren. Nicht zuletzt galt es, das Untergeschoss in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand zu bringen, wie Bauamtsleiterin Anita Klotz und Wilfried Colling vom Betriebsamt der Gemeinde bei der Begehung mit dem Bürgermeister erläuterten. So sind in allen Räumen des Untergeschosses sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser und Strom erneuert worden.

Auf gut 400.000 Euro beziffern Klotz und Colling, der die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten koordiniert hat, den Gesamtaufwand, der betrieben worden ist. Wie der Betrag zwischen Versicherung und Gemeinde aufgeteilt wird, muss nach der Schlussabrechnung aller Arbeiten noch geklärt werden. Ein Restrisiko für den Aldenhovener Haushalt besteht somit auf jeden Fall.

Dritten Wasserschaden erlebt

Stefan Klocke, Chemielehrer der Käthe-Kollwitz-Realschule, hat seit 1998 bereits seinen dritten Wasserschaden im Gebäude erlebt und die Schäden sowie ihre Beseitigung mit Fotos dokumentiert. Zudem schwärmte er von der guten Zusammenarbeit mit den Handwerkern, die alle Ideen umgesetzt hätten und beim Möbelausbau „bis zur letzten Minute“ im Einsatz waren.

Die Einrichtung ist eine Mischung aus geretteten und neuen Tischen, Stühlen, Regalen und Spezialmobiliar: „Fifty fifty“, schätzt Anita Klotz das Verhältnis von Alt und Neu, wobei der Altanteil in einem Aufbewahrungscontainer auf dem Schulhof verwahrt worden ist. Für eine angenehmere Raumakustik und Ausleuchtung sorgen jetzt abgehängte Decken mit LED-Leuchten. Die Klassencontainer werden demnächst abtransportiert.

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